Sonntag, 24. Juli 2016

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3D-Druck Barilla will Spaghetti drucken

Spaghetti: Sie gibt es künftig auch gedruckt - wenn es nach Barilla geht

Nudeldrucker und Teigpatronen: Barilla steckt offenbar mitten in der Entwicklung eines 3D-Pasta-Printers. Ob ausgedruckte Spaghetti bei den Kunden ankommen, ist offen.

Hamburg - Der weltgrößte Nudelhersteller Barilla steckt offenbar mitten in der Entwicklung eines 3D-Druckers, mit dem Spaghetti und andere Teigwaren ausgedruckt werden können. Wie das IT-Portal "Geek.com" berichtet, arbeitet Barilla seit mehr als zwei Jahren an einem entsprechenden Projekt zusammen mit Ingenieuren der Technischen Universität Eindhoven (TUE).

"Wir arbeiten fieberhaft daran", sagte TUE-Entwickler Kjeld van Bommel der deutschen Tageszeitung "WAZ". Ziel sei, potenziellen Kunden einen Prototyp anzubieten, der in zwei Minuten 15 bis 20 verschiedene Pastagerichte ausdrucken kann. Die TUE-Mitarbeiter entwickelten laut "WAZ" auch Drucker für Pizza.

Das Angebot soll sich laut den Berichten vornehmlich an Restaurants richten, die ihren Gästen einen besonderen Am-Platz-Service bieten wollen.

Barilla geht es laut "Geek" weniger um den Verkauf von Druckern. Es sind die Patronen, die für den Konzern zu Gewinnbringern werden sollen. Sie sind mit Zutaten für den Teig gefüllt. Die richtige Mischung soll dann von einem USB-Stick kommen, der in den Drucker gesteckt wird.

Barilla ist der erste große Nahrungshersteller, der in Richtung 3D-Druck vorprescht. Der Schritt ist gewagt: Die Lebensmittelbranche gilt als verschwiegen und könnte Barillas Ansinnen mit Argwohn betrachten. Und die Kunden im Restaurant müssten sich wohl erst an die Vorstellung von "Spaghetti stampati" - gedruckten Spaghetti - gewöhnen.

ts

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