Unterschleißheim - Die EADS-Militärtochter Cassidian streicht in den kommenden zwei Jahren bis zu 850 Arbeitsplätze. Das Unternehmen kündigte am Freitag in Unterschleißheim bei München ein Sparprogramm an, mit dem Cassidian bis 2014 jährlich mindestens 200 Millionen Euro einsparen will. Betroffen sind vor allem das Management und die Verwaltung.
"Den beabsichtigten Stellenabbau wollen wir ohne betriebsbedingte Kündigungen erreichen", sagte der Vorstandsvorsitzende Bernhard Gerwert. Die Gespräche mit dem Betriebsrat laufen. Neben der Zentrale in Unterschleißheim sitzt Cassidian noch in Manching bei Ingolstadt, Ulm und Friedrichshafen sowie in Frankreich und Großbritannien.
Das Unternehmen wolle schlanker werden und sich mit seinen Produkten auf die Bereiche Verteidigung und Sicherheit konzentrieren, sagte der neue Cassidian-Chef. Künftig wolle man stärker in ausgewählte Segmente wie Grenzschutz- und Kommunikationsssyteme investieren. "Mit schlankeren Strukturen können wir kürzere Reaktionszeiten gewährleisten. So wollen wir weiter wachsen und unsere Profitabilität auf Benchmark-Niveau heben"
Im Oktober war die Fusion der europäischen Konzernmutter EADS
mit dem britischen Rüstungsunternehmen BAE Systems
gescheitert. Danach hatte der Konzern die Sparte auf den Prüfstand gestellt.
ak/dapd/rtr
© manager magazin online 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH