London - Der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore wird dem Bergbau-Unternehmen Xstrata
einem Medienbericht zufolge die Fusion mit einem Aufpreis schmackhaft machen. Glencore biete einen Aufschlag von 8 Prozent auf den Aktienkurs von Xstrata, den der Konzern vor Bekanntwerden der Fusionsverhandlungen hatte, berichtet die "Financial Times".
Beide Konzerne drücken bei ihrem milliardenschweren Fusionsplan aufs Tempo. Ein Zusammenschluss könnte bereits am Dienstag bekanntgegeben werden, hatten am Sonntag mit dem Vorhaben vertraute Personen erklärt. Führende Vertreter beider Unternehmen hätten am Wochenende nur noch Details ausgearbeitet. Eine grundlegende Einigung auf die Managementstruktur des neuen Konzerns sei bereits erzielt worden, hieß es weiter. Xstrata solle die Mehrheit der Sitze im Führungsgremium erhalten.
Der weltweit viertgrößte Bergbaukonzern will am Dienstag seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorstellen.
Xstrata hatte am Donnerstag Gespräche mit Glencore über einen Zusammenschluss durch einen Aktientausch bestätigt, mit dem ein gut 70 Milliarden Schweizer Franken schwerer Konzern entstehen würde. Glencore hält bereits einen kontrollierenden Anteil an Xstrata von 34 Prozent.
Spekulationen über eine Fusion der beiden in der Schweiz ansässigen Konzerne gibt es schon länger, vor allem nach dem Börsengang von Glencore im vergangenen Mai, der das bisher größte Debüt an der Londoner Börse war.
Wenn Glencore alle restlichen Xstrata-Aktien zum aktuellen Marktpreis kaufen würde, müsste der Konzern mehr als 30 Milliarden Franken hinlegen - es wäre damit die größte Transaktion in der Branche, seit Rio Tinto
den Aluminiumproduzenten Alcan
im Jahr 2007 kaufte.
rei/dpa-afx/reuters
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