Industriemanager magazin RSS  - Industrie - Industrie


02.02.2012
Twitter GooglePlus Facebook

Milliardenschwerer Zusammenschluss

Glencore und Xstrata verhandeln über Fusion

Glencore-Zentrale in der Nähe von Zürich: Der Konzern müsste für Xstrata rund 25 Milliarden Euro hinblättern
REUTERS

Glencore-Zentrale in der Nähe von Zürich: Der Konzern müsste für Xstrata rund 25 Milliarden Euro hinblättern

In der Rohstoffbranche bahnt sich eine Milliardenfusion an. Der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore und der Bergbaukonzern Xstrata loten den Zusammenschluss zu einem rund 60 Milliarden Euro schweren Konzern aus.

Baar/Zug - Der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore und der Minenbetreiber Xstrata sprechen über einen Zusammenschluss, wie beide Unternehmen mitteilten. Es sei jedoch noch offen, ob es zu einer Offerte komme. Beide Unternehmen sind an der Londoner Börse notiert und haben ihren Firmensitz unter anderem aus steuerlichen Gründen in der Schweiz.

Glencore kommt derzeit auf einen Marktwert von knapp 30 Milliarden Pfund, während Xstrata an der Börse derzeit rund 33 Milliarden Pfund wert ist. Rechnet man den Anteil von 34 Prozent, den Glencore bereits an Xstrata hält, aus der Bewertung heraus, kommen die beiden Unternehmen auf einen Wert von rund 52 Milliarden Pfund (rund 62 Milliarden Euro).

Wenn Glencore alle restlichen Xstrata-Aktien zum aktuellen Marktpreis kaufen würde, müsste der Konzern mehr als 25 Milliarden Euro hinlegen. Es wäre damit die größte Transaktion in der Branche, seit Rio Tinto den Aluminiumproduzenten Alcan im Jahr 2007 kaufte.

Xstrata im Besitz von ehemaligen Glencore-Minen

Spekulationen über einen Zusammenschluss der beiden Konzerne gibt es schon länger, vor allem nach dem Börsengang von Glencore im vergangenen Mai. Das Unternehmen, damals seit fast vier Jahrzehnten in Privatbesitz, hatte den Schritt mit besseren Zukaufsmöglichkeiten begründet.

Durch die Fusion würden zwei Gesellschaften wieder zusammengeführt, die vor einem Jahrzehnt aufgespalten worden waren. Xstrata hatte damals Minen von Glencore in Australien und Südafrika für mehr als zwei Milliarden Dollar gekauft.

Doch auch heute sind die beiden Unternehmen noch recht eng miteinander verzahnt. Eine Fusion könnte aus Sicht von Analysten Einsparungen von bis zu 700 Millionen Dollar bringen. Ein Zusammenschluss würde die Minenkompetenz und die Handelskompetenz der zwei Gesellschaften vereinen, erklärte ein Analyst: "Zwei und zwei zusammen sollte deshalb fünf ergeben."

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg könnte ein Zusammenschluss bereits in dieser Woche mitgeteilt werden. Die Agentur beruft sich dabei auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen

mg/dpa/rtr

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

© manager magazin online 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH



Hintergründe, Artikel, Fakten

finden Sie auf den Themenseiten zu ...










Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken