Donnerstag, 23. Februar 2012, 06:58 Uhr

manager magazin



Industriemanager magazin RSS  - Industrie - Industrie

Alle Artikel und Hintergründe

27.01.2012
 

Übernahme

Ex-Kodak-Sparte wagt Milliardendeal

Eastman Business Park in Rochester/USA: Chemieunternehmen kauft Konkurrenten
REUTERS

Eastman Business Park in Rochester/USA: Chemieunternehmen kauft Konkurrenten

Ungleiche Entwicklung innerhalb einer großen Marke: Während der US-Fotokonzern Kodak um sein Überleben kämpft, schultert die vor fast zwei Jahrzehnten ausgegliederte Spezialchemiesparte des Kodak-Konzerns eine große Übernahme. Eastman Chemical schluckt den Rivalen Solutia.

Kingsport/St. Louis - Gegenläufiger könnten sich zwei Unternehmen kaum entwickeln, die einst zwei Geschäftsfelder des gleichen Konzerns waren. Die Fotofirma Kodak, die der Gruppe einst Glanz und Namen verlieh, hat vor wenigen Tagen Insolvenz anmelden müssen. Die ehemalige Spezialchemiesparte der Gesellschaft, die mittlerweile unter dem Namen Eastman Chemical selbständig ist, will dagegen kräftig wachsen - und hat dazu heute einen Milliardenzukauf angekündigt.

Eastman Chemical will seinen Rivalen Solutia für insgesamt 4,7 Milliarden Dollar samt Schulden schlucken; das sind umgerechnet 3,6 Milliarden Euro. Eastman stärke mit dem Zukauf sein Geschäft in den Schwellenländern Asiens, erklärte Konzernchef Jim Rogers am Freitag.

Kodak-Gründer George Eastman hatte nach dem ersten Weltkrieg eine eigene Chemieproduktion aufgezogen, um der Knappheit an Rohmaterial für seine Fotofirma zu begegnen. 1994 spaltete der Kodak-Konzern seine Chemiesparte als eigenständiges Unternehmen ab.

Kodak selbst litt in den Folgejahren unter dem Wandel zur Digitalfotografie und häufte hohe Verluste an, was vor gut einer Woche in die Insolvenz führte. Nun versucht Eastman Kodak - wie das Unternehmen bis heute vollständig heißt - den Neustart.

Ganz anders dagegen Eastman Chemical: Im vergangenen Jahr konnte der Spezialchemiehersteller seinen Gewinn um 59 Prozent auf 696 Millionen Dollar steigern. Das erlaubt offenbar Zukäufe wie den von Solutia. Die beiden Firmen sind sich über das Geschäft einig, nun steht noch die Zustimmung der Wettbewerbshüter und der Solutia-Aktionäre aus. Ihnen wird die Übernahme mit einem Aufschlag von 42 Prozent schmackhaft gemacht. Sie sollen damit 27,65 Dollar pro Aktie erhalten.

kst/dpa

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH





Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben