Tokio - Für das im März endende Geschäftsjahr 2011/2012 rechne man nur noch mit einem Vorsteuergewinn von 120 Milliarden Yen (1,17 Milliarden Euro), teilte Nippon Steel
mit. Bisher stellte der japanische Konzern umgerechnet 1,76 Milliarden Euro in Aussicht.
Bereits im abgelaufenen dritten Quartal lief es nicht mehr rund für den Konzern, der bald mit Sumitomo Metal Industries zur weltweiten Nummer zwei fusioniert. Der Vorsteuergewinn fiel um rund 44 Prozent auf etwa 300 Millionen Euro.
Stahlhersteller aus Japan haben derzeit besonders zu kämpfen, da der starke Yen Exporte auf einem unter Preisdruck stehenden Markt noch verteuert. Zudem brach die Nachfrage aus Thailand nach den verheerenden Überschwemmungen ein. Das Land nimmt japanischen Konzernen zu normalen Zeiten rund 10 Prozent ihrer Exporte ab.
Im Dezember vergangenen Jahres musste auch der größte deutsche Stahlhersteller ThyssenKrupp
einen Verlust vermelden. Angesichts der unsicheren Lage traut sich das Management noch nicht einmal eine Prognose für das neue Geschäftsjahr zu.
mg/rtr
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