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30.03.2011
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Atomkatastrophe

Sorgen deutscher Einkäufer nehmen zu

Zerstörte Reaktorblöcke 3 und 4 im Atomkraftwerk Fukushima: Die Belastung für die Umwelt nimmt zu
AP/ Air Photo Service

Zerstörte Reaktorblöcke 3 und 4 im Atomkraftwerk Fukushima: Die Belastung für die Umwelt nimmt zu

Einkäufer deutscher Unternehmen sorgen sich um ihre Versorgungssicherheit. Laut einer Umfrage hegt eine Mehrheit Befürchtungen, dass eine japanische Atomwolke ihre Produktion gefährde. Ein großer Teil der Befragten befürchtet außerdem die Kontamination von Waren und Rohstoffen.

Hamburg/Düsseldorf - Während die Weltbörsen die Atomkatastrophe in Japan offenbar abgehakt haben, werden die Risiken im havarierten Atomkraftwerk Fukushima immer bedrohlicher: Betreiber Tepco geht inzwischen von einer Kernschmelze in mindestens einem Reaktorblock aus. Radioaktiv verseuchtes Material gelangt weiterhin in die Umwelt, die Strahlenbelastung im Meer von Fukushima ist in der Nacht zum Mittwoch auf einen Rekordwert gestiegen. Containerschiffe meiden inzwischen aus Furcht vor Strahlenbelastung japanische Häfen.

Unternehmen, die Waren und Rohstoffe aus Asien beziehen, diskutieren inzwischen Krisenszenarien. Mehr als die Hälfte der befragten Einkäufer deutscher Unternehmen hegt mittlerweile Befürchtungen, dass eine japanische Atomwolke ihre Produktion mittelfristig gefährden könnte. Dies ist das Ergebnis einer Blitzumfrage der Einkaufsberatung Kloepfel Consulting, an der 56 Einkäufer deutscher Unternehmen teilgenommen haben. Knapp zwei Drittel der Befragten arbeiten in den Brachen Machinenbau, Elektro- und Automobilindustrie.

Weiterhin befürchtet knapp die Hälfte der Teilnehmer, dass eine japanische Atomwolke Waren und Rohstoffe, die sie aus Asien beziehen, kontaminieren könnte. Mehr als ein Viertel der Befragten kann die Folgen eines solchen Szenarios noch nicht absehen.

Etwa drei Viertel der befragten Teilnehmer würden auf Westeuropa als Beschaffungsregion ausweichen, sofern sich die Strahlenbelastung in Japan und Umgebung weiter vergrößert. Der Wechsel in andere Beschaffungsregionen wäre jedoch bei der großen Mehrheit der befragten Unternehmen mit Risiken verbunden: Lediglich 6 Prozent gaben an, ohne Risiko die Beschaffungsregion wechseln zu können.

la

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