Sonntag, 18. November 2018

Gerüchte um Amazon-Interesse Zalando will eigenständig bleiben

"Wir wollen keine Anteile verkaufen" versichern die Zalando-Vorstände David Schneider (l-r), Robert Gentz und Rubin Ritter (Bild Archiv)

Europas größter Online-Modehändler Zalando hat sich zur Eigenständigkeit bekannt. "Wir wollen keine Anteile verkaufen", sagte Co-Chef David Schneider der "Welt am Sonntag" mit Blick auf Spekulationen, wonach der US-Konzern Amazon an den Berlinern interessiert sei.

"Da gibt es noch viel zu viel, was wir mit Zalando vorhaben." Schneider leitet den MDax-Konzern mit Rubin Ritter und Robert Gentz als gleichberechtigtes Trio.

Co-Vorstandschef Ritter zeigte sich überzeugt, dass die Deutschen in zehn Jahren jedes zweite Kleidungsstück im Internet kaufen. "Vielleicht sogar schneller."

Zugleich machten sich die Manager für eine leichtere Einwanderung für Fachkräfte stark. "Wir müssen Menschen nach Deutschland holen können, die etwa in Amerika die Erfahrung gemacht haben, wie man große Technologie-Firmen aufbaut, sonst haben wir einen Wettbewerbsnachteil", sagte Ritter der Zeitung.

Zalando hatte sich zuletzt verhalten zu den Geschäftsaussichten im laufenden Jahr geäußert und damit die Anleger enttäuscht. Die Konkurrenz für den Mode-Onlinehändler könnte schon bald härter werden. So fließt der Otto-Tochter About You derzeit viel Geld für das Wachstum zu. Zugleich strebt der chinesische Onlinehändler JD.com auf den deutschen Markt. Bis Ende dieses Jahres soll die Strategie dafür stehen.

rei/Reuters

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH