Montag, 19. November 2018

Weihnachtsgeld in Deutschland So viel Geld bekommen Beschäftigte im Durchschnitt

Weihnachtsgeld steigt im Durchschnitt in diesem Jahr um 2,3 Prozent

Die große Mehrheit der Tarifbeschäftigten in Deutschland erhält in diesem Jahr Weihnachtsgeld. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, bekommen das zusätzliche Entgelt insgesamt 86,8 Prozent der Beschäftigten mit Tarifvertrag. Durchschnittlich erhalten sie 2583 Euro brutto - 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. In Westdeutschland liegt das Weihnachtsgeld mit im Schnitt 2595 Euro dabei um 3,8 Prozent höher als in Ostdeutschland mit 2499 Euro.

Im Branchenvergleich führen Tarifbeschäftigte im Bereich Energieversorgung mit 4770 Euro das Ranking 2018 an. Danach folgen Branchen wie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit 4035 Euro, Information und Kommunikation mit 3907 Euro und Grundstücks- und Wohnwesen mit 3417 Euro. Die Branche mit den niedrigsten Weihnachtsgehältern fasst das Statistische Bundesamt mit "sonstige Dienstleistungen" zusammen, in der im Durchschnitt nur 569 Euro Weihnachtsgeld gezahlt werden.

Wie unterschiedlich jedoch die Zahlungen innerhalb der Branchen sind, zeigen weitere Zahlen des Bundesamtes. So gehören Tarifbeschäftigte aus dem Bereich "Gewinnung von Erdöl und Erdgas" mit durchschnittlich 5679 Euro sicherlich zu den am höchsten Bezahlten. Immerhin liegt ihr Weihnachtsgeld 4,3 Prozent über dem durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst, den die Tarifbeschäftigten in dieser Branche im November erhalten. Die Mitarbeiter aus dem Bereich "Kokerei und Mineralölverarbeitung" erhalten hingegen "nur" 4795 Euro.

Ebenfalls zu den Hochverdienern gehören laut Statistischen Bundesamt die Tarifbeschäftigten bei den Rundfunkveranstaltern. Sie erhalten demnach 5246 Euro Weihnachtsgeld, während die Mitarbeiter im Bereich Telekommunikation 4634 Euro erhalten.

Das niedrigste Weihnachtsgeld erhalten den Statistikern zufolge übrigens die Tarifbeschäftigten im Bereich "Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften" mit 316 Euro. In den Wirtschaftszweigen "Landwirtschaft, Jagd und damit verbundene Tätigkeiten" (488 Euro) sowie "Wach- und Sicherheitsdienste sowie Detekteien" (501 Euro) wird ebenfalls ein deutlich unterdurchschnittliches Weihnachtsgeld gezahlt.

Weihnachtsgeschenke werden immer häufiger online gekauft

Weihnachtsgeschenke werden übrigens einer Umfrage der Unternehmensberatung EY zufolge inzwischen bereits von gut jedem fünften Verbraucher online gekauft. Zum Vergleich: Vor einem Jahr war der Anteil der E-Commerce-Nutzer hier nur halb so hoch. Dennoch kauft eine knappe Mehrheit der Deutschen (53 Prozent) Weihnachtsgeschenke nach wie vor am liebsten bei den Einzelhändlern vor Ort - vor allem, weil sich die Ware dort besser beurteilen lässt und sofort mitgenommen werden kann. Allerdings sinke die Zahl der Einkaufsstraßen-Fans rapide, heißt es weiter. Laut Statistischem Bundesamt kauft mittlerweile mehr als drei Viertel der Internetnutzer in Deutschland Waren und Dienstleistungen über das Netz ein. Das entspricht 50 Millionen Onlinekäufern.

Das geplante Durchschnittsbudget für Weihnachtsgeschenke betrage 282 Euro, teilte EY weiter mit. Das sind 6 Prozent mehr als im vergangenen Jahr und so viel wie nie seit Beginn der Umfrage im Jahr 2007. Hochgerechnet summieren sich die Geschenkausgaben damit bundesweit auf über 18 Milliarden Euro.

akn mit afp/dpa/rtr/

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