Samstag, 27. Mai 2017

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Flora und Stork auf dem Prüfstand Unilever erwägt Verkauf einiger Marken - was wird aus Becel?

Unilever in Rotterdam: Im Markenreich wird neu sortiert

Es ist nur wenige Wochen her, da machte der niederländisch-britische Konzern Unilever Börsen-Chart zeigen Schlagzeilen, als er ein Kaufangebot von Kraft Heinz Börsen-Chart zeigen ablehnte. Nun erwägt der Konsumgüterriese Medienberichten zufolge offenbar selber den Verkauf einiger seiner Lebensmittelmarken.

Das Unternehmen wolle unter anderem die Marken Flora-Margarine und Stork-Butter abstoßen, berichtete die "Sunday Times" nun. Laut "Sunday Telegraph" sollen sich die geplanten Veräußerungen auf rund sechs Milliarden Pfund (umgerechnet 6,9 Milliarden Euro) belaufen. In Deutschland wie auch in vielen anderen großen Märkten verkauft Unilever seine Flora-Margarine unter der Marke Becel.

Mit Private Equity-Firmen wie Bain Capital, CVC sowie Clayton, Dubilier & Rice hätten Gespräche begonnen, an Geboten zu arbeiten, hieß es in den Berichten. Als möglicher Käufer wird auch Kraft Heinz gehandelt. Gegenüber manager magazin online wollte sich das Unternehmen zu den Berichten nicht weiter äußern.

Noch vor ein paar Wochen hatte Unilever das Übernahmeangebot Kraft Heinz von etwa 140 Milliarden Dollar abgelehnt. Unilever-Chef Paul Polman hatte daraufhin aber den Investoren versprochen, einen Mehrwert schaffen zu wollen. Im April soll laut "Lebensmittelzeitung" die neue Strategie vorgestellt werden.

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Zu den Lebensmittelmarken von Unilver gehören auch Knorr, Lipton, Pfanni, Langnese, Magnum Eis und Becel. Der Konzern setzte 52,7 Milliarden Euro im vergangenen Jahr um, 169.000 Mitarbeiter arbeiten weltweit für die Gruppe.

mit Reuters

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