Montag, 19. Februar 2018

Umsatzplus lässt Aktie springen Under Armour kämpft sich aus der Krise

In Under Armour: Nigerias Bob-Team Akuoma Omeoga, Seun Adigun and Ngozi Onwumere in Pyeongchang

Der zuletzt mit Gegenwind kämpfende US-Sportartikelhersteller Under Armour hat überraschend ein Umsatzplus eingefahren. Im Schlussquartal legte der Nettoerlös um 4,6 Prozent auf 1,37 Milliarden Dollar zu, wie der Rivale von Nike Börsen-Chart zeigen und Adidas Börsen-Chart zeigen am Dienstag mitteilte. Sowohl in den eigenen Geschäften als auch im Internet seien mehr Schuhe und Bekleidung verkauft worden.

Analysten hatten nach dem ersten Umsatzrückgang seit dem Börsengang 2005 im Quartal zuvor lediglich mit stagnierenden Einnahmen von 1,31 Milliarden Dollar gerechnet. 2018 geht der Konzern wegen der Flaute im Nordamerikageschäft von einem Zuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus.

US-Steuerreform drückt Under Armour in die roten Zahlen

Kampfbereit: Dwayne Johnson
Under Armour
Kampfbereit: Dwayne Johnson

Allerdings rutschte der Konzern im Schlussquartal in die roten Zahlen. Nach einem Gewinn von mehr als 100 Millionen Dollar stand nun ein Verlust von rund 88 Millionen in den Büchern. Hintergrund sind höhere Kosten und eine Einmalbelastung durch die US-Steuerreform. Restrukturierungskosten werden das erwartete bereinigte operative Ergebnis von 130 bis 160 Millionen Dollar in diesem Jahr voraussichtlich auf 20 bis 30 Millionen Dollar drücken.

Die Anleger zeigten sich angesichts des überraschenden Umsatzwachstums zum Jahresende dennoch erfreut: Under Armour-Aktien zogen im frühen US-Geschäft um rund 13 Prozent an.

la/dpa/reuters

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