Freitag, 15. Dezember 2017

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Unbekannter Ikea-Rivale Steinhoff So wurde ein Ein-Mann-Betrieb aus Westerstede zum internationalen Handelsgiganten

Ikea ist nicht mehr allein: Das sind Europas größte Möbelhändler
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Dass der Name ihres Sohnes einmal für ein internationales Handelsimperium stehen würde, hätten sich die Eltern von Bruno Steinhoff sicher nicht träumen lassen. Den Bauernhof im heimischen Münsterland wollten sie ihm jedenfalls nicht überlassen. Als Hoferbe sei ihr Sohn Bruno ungeeignet, so ihr Urteil.

Rund 60 Jahre später ist der Sprössling Milliardär. Und das von ihm gegründete Möbelunternehmen, zu dessen größten Anteilseignern er noch immer zählt, die weltweite Nummer zwei hinter Ikea. Und gerade dabei, seinen weltweiten Eroberungsfeldzug fortzusetzen.

Für umgerechnet 3,4 Milliarden Euro will der mittlerweile an der Frankfurter Börse notierte Steinhoff-Konzern die Nummer eins auf dem US-Matratzenmarkt, Mattress Firm, übernehmen. Damit würde Steinhoff nicht nur mit einem Paukenschlag in den US-Markt eintreten, sondern gleichzeitig seinen Umsatz auf beachtliche 17 Milliarden Euro schrauben.

Bruno Steinhoff beim Börsengang in Frankfurt
Steinhoff International
Bruno Steinhoff beim Börsengang in Frankfurt

Ein Geschäft nach dem Geschmack von Bruno Steinhoff, der früher als viele andere immer dort Gelegenheiten gesucht hat, wo andere sich nicht hinwagten oder "gar nicht hinwollen", wie er sagt.

Unternehmer wird der gebürtige Westfale eher durch Zufall. Als ihm nach einer Polsterei-Lehre Anfang der 60er als stellvertretender Vertriebsleiter bei einer Münchner Möbelfirma eine Gehaltserhöhung verweigert wird, kündigt er - und gründet sein eigenes Unternehmen.

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