Mittwoch, 25. Mai 2016

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Türkei-Terror lähmt Thomas Cook Urlauber verschieben ihre Buchungen

Die Zahl der gebuchten Reisen in die Türkei ist wegen des Terrors drastisch eingebrochen

Europas zweitgrößter Reiseveranstalter Thomas Cook hofft nach den Terroranschlägen in der Türkei auf ein starkes Last-Minute-Geschäft. Ein Teil der Kunden verschiebe die Entscheidung über den Sommerurlaub wegen politischer Unsicherheiten in einigen Ländern nach hinten, teilte das Unternehmen (unter anderem Neckermann Reisen und Öger Tours) am Dienstag mit.

Laut Vorstandschef Peter Fankhauser gibt es starke Buchungszuwächse für Spanien und seine Inseln sowie Fernziele wie die USA und Kuba. Insgesamt lägen die Sommerbuchungen bislang aber 5 Prozent niedriger als vor einem Jahr.

Der Aktienkurs von Thomas Cook gab um 8 Prozent nach. Die gesamte Luftfahrt- und Reisebranche war am Morgen von Terrorsorgen nach einem Anschlag am Brüsseler Flughafen belastet.

Bereits Anfang Februar gab Reisekonzern Tui bekannt, dass die Sommerbuchungen für die Türkei im Vergleich zum Vorjahr bereits um 40 Prozent eingebrochen seien. Der Konzern sehe sich aber in der Lage, schnell auf die Veränderungen zu reagieren und Gästen Angebote in anderen Destinationen zu machen.

In Deutschland muss sich Thomas Cook derweil mit harter Konkurrenz auseinandersetzen. Trotz einer rückläufigen Nachfrage seien die durchschnittlichen Verkaufspreise in Kontinentaleuropa aber noch auf dem Niveau des Vorjahres. Bei den Kunden aus Großbritannien konnte Thomas Cook für Pauschalreisen hingegen bislang 4 Prozent höhere Preise durchsetzen, in Nordeuropa gingen sie sogar um 7 Prozent nach oben.

In der zu Ende gehenden Wintersaison musste der Veranstalter konzernweit einen Buchungsrückgang um 3 Prozent hinnehmen, die Verkaufspreise zogen im Schnitt um 3 Prozent an. Rechnet man die reinen Flugbuchungen heraus, gingen die Preise noch stärker nach oben.

rei/dpa

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