Freitag, 21. September 2018

7-Milliarden-Deal Nestlé und Starbucks bilden globale Kaffee-Allianz

Starbucks-Kaffee

Nestle und Starbucks formen eine globale Kaffee-Allianz. Der Schweizer Lebensmittelriese übernimmt weltweit die Rechte für die Vermarktung der Konsum- und Gastronomieprodukte von Starbucks, wie die beiden Unternehmen am Montag mitteilte. Nestle zahlt den Amerikanern dafür 7,15 Milliarden Dollar in bar. Starbucks erzielt mit dem Geschäft einen Jahresumsatz von zwei Milliarden Dollar. Anlagevermögen werden im Rahmen der Transaktion nicht übertragen, wie es hieß. Nicht Teil des Deals sind die weltweit über 28.000 Starbucks-Kaffeehäuser.

Am Wochenende hatten bereits der Zürcher Banker-Blog "Inside Paradeplatz" und später auch die Nachrichtenagentur "Bloomberg" unter Berufung auf Insider über den sich abzeichnenden Deal berichtet. Die US-Kette hatte im November bereits ihre Teemarke Tazo für 384 Millionen Dollar an Nestlés Rivalen Unilever veräußert. An der Börse kamen die Nachrichten gut an - die Starbucks-Aktie Börsen-Chart zeigen stieg um knapp drei Prozent, auch die Titel von Nestlé Börsen-Chart zeigen legten leicht zu.

In der Kaffee-Branche hatte zuletzt vor allem der deutsche Milliardärsclan Reimann mit verschiedenen Übernahmen für Aufsehen gesorgt. Zuletzt hatte sich die Investmentgesellschaft der Familie, JAB, bei einem angesagten US-Onlinehändler für Kaffee eingekauft. Zu JAB gehören unter anderem die Marken Jacobs, Senseo und Tassimo, der US-amerikanische Nestlé-Konkurrent Keurig und Ketten wie Balzac, Peet's Coffee, Panera Bread und Krispy Kreme Doughnuts.

Nestlé verspricht sich vom Starbucks-Deal nun eine Stärkung seines Geschäfts in Nordamerika - dort, wo die Reimanns zuletzt regelmäßig mit Deals aufhorchen ließen. "Das ist ein bedeutender Schritt für unser Kaffeegeschäft. Es ist die größte der schnell wachsenden Produktkategorien von Nestlé", sagte Vorstandschef Mark Schneider laut einer Mitteilung.

luk, rtr, dpa-afx

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