Mittwoch, 28. September 2016

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Schokolade Ostern schlägt Weihnachten um Längen


Die schlechte Nachricht zuerst: Ostern wird 2016 weniger schokoladig als im Jahr zuvor. 200 Millionen Osterhasen und damit sechs Prozent weniger als im Jahr zuvor hat die deutsche Schokoindustrie nach Schätzungen des Süßwarenverbands BDSI 2016 produziert. Wie die Grafik von Statista zeigt, schlägt Ostern damit Weihnachten aber immer noch im Längen. Hauptgrund für den Rückgang 2016 ist laut BDSI-Chef Klaus Reingen das vergleichsweise frühe und damit eher kurze Ostergeschäft.

Ob die 111 Millionen Hasen, die für den deutschen Schokoladenmarkt bestimmt sind, auch tatsächlich verzehrt werden, mag man allerdings bezweifeln - zumindest gab es zuletzt eher unappetitliche Schokoladen-Schlagzeilen.

Am Mittwoch vor Ostern hat die Verbraucherorganisation Foodwatch die Ergebnisse eines Labortests veröffentlicht, bei dem in acht von 20 getesteten Hasen potenziell gesundheitsgefährdende Mineralöle gefunden worden seien. Sie stünden im Verdacht, "krebserregend und erbgutschädigend" zu sein. Der BDSI teilte hingegen mit, die getesteten Schokohasen könnten "unbedenklich gegessen werden", zumal sie an der Gesamternährung nur einen geringen Anteil hätten. Ähnliches hatte auch das Bundesinstitut für Risikobewertung nach einer ähnlichen Untersuchung von Adventskalendern 2015 herausgestellt.

Laut Foodwatch gelangen die Mineralöle über verschiedene Wege in die Schokolade: etwa über die Jutesäcke, in denen Kakaobohnen transportiert werden, über in der Produktion verwendete Maschinenöle und über Abgase aus Industrie und Verkehr. Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde, eine Organisation der Lebensmittelhersteller, teilte mit, solche Rückstände seien nicht komplett vermeidbar.

mit Material von AFP und dpa

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