Dienstag, 12. Dezember 2017

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Milliardärs-Clan kauft weiter zu Die Deal-Welle der Reimanns rollt weiter

Donut-Expansion: Der Reimann-Clan setzt auch in Europa auf Donuts

Und wieder schlagen die Reimänner zu: Mit einem Vermögen von 29 Milliarden Euro - das allein im vergangenen Jahr und mehrals elf Milliarden anwuchs - gehört der deutsche Reiman-Clan nicht nur zu den reichsten, sondern auch zu den umtriebigsten deutschen Unternehmerfamilien. Dass der Clan und dessen unternehmerisches Mastermind Peter Harf bereit sind, noch mehr Geld in die Hand zu nehmen, zeigt ein neuer Deal, der am Dienstag bekannt wurde.

Der Clan, der seit rund vier Jahren an einem internationalen Kaffeimperium feilt und sich im Zuge dessen bereits Unternehmen wie den US-Nespresso-Konkurrenten Keurig Green Mountain, die US-Donut-Kette Krispy Kreme sowie diverse Kaffehersteller, Frühstücks- und Kaffeehausketten einverleibt hatte, hat erneut zugeschlagen: Nun hat sich der Reimann-Clan auch den europäischen Ableger der Donut-Kette Krispy Kreme einverleibt.

Ein Geschäft, der den Konzern nun auch in Europa zu stärken verspricht, unterhält die Donut-Kette in Irland und Großbritannien doch mehr als 670 Niederlassungen und ist zusätzlich in vielen Supermärkten und an Tankstellen präsent.

Wie viel die JAB-Holding, das Finanz-Vehikel des Clans, sich den Donut-Ableger hat kosten lassen, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Allerdings soll der Preis Beobachtern zufolge etwa in der Größenordnung von umgerechnet 215 bis 245 Millionen Euro liegen.

Geld, das sich für die Reimans als gut investiert herausstellen könnte. Schließlich hat der Europa-Arm von Krispy Kreme, der sich bislang in der Hand es Finanzinvestors Alcuin Capital befand, große Wachstumspläne. Er will weitere Niederlassungen eröffnen und auch seine Präsenzen in fremden Läden stärken. Zuletzt wuchs das Ebitda den Angaben zufolge um rund 10 Prozent.

Wachstumsphantasien, mit denen sich sicher auch der deutsche Milliardärsclan anfreunden kann.

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