Sonntag, 4. Dezember 2016

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Tausende Filialen verteilt RadioShack pleite und Amazon geht leer aus

Radio-Shack-Filiale: Amazon wurde als heißer Interessent für die mehr als 4000 Filialen gehandelt, um damit den Sprung in den stationären Handel zu schaffen. Mit der Pleite von RadioShack sind die Filialen aber bereits weitgehend verteilt

Der US-Elektronikhändler RadioShack hat Insolvenz angemeldet. Zuletzt war nur noch über den Zeitpunkt spekuliert worden und wer die Filialen übernimmt. Auch Amazon zeigte starkes Interesse, geht jetzt aber leer aus.

Fort Worth - Der US-Elektronikhändler RadioShack hat den Kampf gegen die Pleite aufgegeben. Die Kette meldete am Donnerstag (Ortszeit) Insolvenz an. Das 94 Jahre alte Traditionsunternehmen mit etwa 4000 Filialen im Land steckt seit langem in der Krise. Die starke Konkurrenz der Online-Händler machte RadioShack das Leben schwer, die Verluste wurden immer größer.

Die Kette betreibt zumeist kleinere Läden mit Artikeln wie Handys, Fernsehern oder Zubehör. Auf seiner Website gibt RadioShack die Zahl der Beschäftigten mit 27.000 an. Das Unternehmen ist auch mit Hunderten Filialen in Mexiko und mit mehr als 1000 im Rest der Welt vertreten.

Experten zufolge sei es RadioShack nicht gelungen, sich trotz seiner Präsenz mit insgesamt 5000 Ladengeschäften als Anlaufpunkt für Mobilfunk-Kunden zu etablieren. Zudem sei die Handelskette für junge Leute nicht attraktiv genug.

Mehr als 4000 Filialen so gut wie weg

Seit Monaten bahnte sich die Pleite an, bereits im März 2014 hatte das Unternehmen 1000 Geschäfte schließen müssen. Die Aktie fiel im letzten Jahr um 86 Prozent. US-Medien hatten in den vergangenen Tagen nur noch über den Zeitpunkt des Insolvenzantrags spekuliert und sich damit befasst, an wen die Ladengeschäfte verkauft werden.

RadioShack teilte nun mit, bis zu 2400 seiner Filialen an den Hedgefonds Standard General zu veräußern. Der Mobilfunkanbieter Sprint teilte mit, er wolle mehr als 1700 der Filialen als Lizenznehmer von Standard General betreiben.

Auch über Verhandlungen mit dem Online-Handelsriesen Amazon war berichtet worden, der damit den Sprung aus dem Internet in den klassischen Einzelhandel wagen könnte. Doch Amazon wird nun, so scheint es, weitgehend leer ausgehen.

rei/dpa

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