Montag, 21. August 2017

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"Stan Smith" Puma verliert Streit um Schuh mit Adidas

Streit um das sogenannte Geschmacksmuster des sehr erfolgreichen und wiederbelebten Schuhs "Stan Smith"

Der Sportartikelhersteller Puma ist mit dem Versuch gescheitert, dem Konkurrenten Adidas den Verkauf eines Sportschuhs zu verbieten. Das hat das Landesgericht in Braunschweig am Montag entschieden.

Konkret ging es um die Sohle des Modells "Stan Smith Boost", deren Design Puma für sich beansprucht. Man habe auf Form und Aussehen der Sohle zwei Geschmacksmuster angemeldet, hieß es im Unterlassungsantrag von Puma. Dieser Schutz sei durch die Sohle des "Stan Smith Boost" verletzt worden.

Das Gericht sah allerdings zu viele optische Unterschiede zwischen den geschützten Mustern und der Sohle des Adidas-Schuhs. Anders als bei Patenten, die technische Erfindungen schützen, geht es bei Geschmacksmustern um das Design eines Produktes. Puma und Adidas sind seit ihrer Gründung durch die Brüder Adi und Rudolf Dassler rivalisierende Weltunternehmen auf dem Markt für Sportartikel.

"Stan Smith" verdrängte sogar Nikes Basketballschuh "Jordan XII"

"Stan Smith" ist ein Bestseller, in den USA stieg er auf zum bestverkauften Schuhmodell - und verdrängte sogar Nikes Basketballschuh "Jordan XII" auf Platz zwei. Der deutsche Sportartikelhersteller verdoppelte seinen Marktanteil bei Turnschuhen in den USA im ersten Quartal 2017 auf 10 Prozent. Der Schuh war schon lange ein Klassiker im Sortiment von Adidas. Der Konzern nahm ihn allerdings für rund zwei Jahre vom Markt - um ihn wieder attraktiver zu machen.

Puma: Wie die Raubkatze Adidas wieder einholen will

rei/dpa-afx

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