Montag, 20. August 2018

US-Sanktionen verärgern Nationalspieler Iran-Spieler bekommen keine Nike-Schuhe

Irans Fußballnationalmannschaft

Die Wirtschaftssanktionen von US-Präsident Donald Trump gegen Iran beeinflussen auch die Vorbereitung des Fußball-Nationalteams auf die WM in Russland. Der amerikanische Sportartikelhersteller Nike Börsen-Chart zeigen darf Mitglieder des iranischen Teams nach eigenen Angaben bei der WM nicht ausstatten. "Die Sanktionen bedeuten, dass wir als US-Unternehmen derzeit keine Spieler aus der iranischen Nationalmannschaft mit Schuhen versorgen können", teilte Nike mit.

Dieser Schritt stößt beim iranischen Team auf großes Unverständnis. Es sei "eine Beleidigung des Irans und wir werden daher der Fifa ein Protest-Schreiben schicken, um gegen die Entscheidung von Nike zu protestieren", sagte Nationaltrainer Carlos Queiroz iranischen Medienberichten zufolge in der Nähe von Moskau, wo sich das Team derzeit auf die WM vorbereitet.


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Der Portugiese forderte den Weltverband zur Unterstützung auf. "Es kann doch nicht sein, dass kurz vor einer WM den Spielern ein Verbot aufgedrängt wird. Jeder weiß, wie wichtig es für die Spieler ist, mit ihren eigenen Schuhen zu spielen."

Die USA hatten Anfang Mai das Atomabkommen mit dem Iranaufgekündigt und scharfe Sanktionen wieder in Kraft gesetzt. Die iranische Mannschaft trägt Trikots des deutschen Sportartikelherstellers Adidas - wenngleich als einziges WM-Team ohne offiziellen Ausrüstervertrag, wie Adidas erklärt. Einzelne Spieler wie beispielsweise Stürmer Saman Ghoddos vom schwedischen Club Östersunds FK tragen allerdings normalerweise Schuhe von Nike. Es ist offen, inwiefern sich die Spieler diese auf anderem Wege für die WM besorgen können.

rei/dpa-afx

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