Mittwoch, 25. Mai 2016

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Neue Investoren bei Signa-Holding Karstadt-Investor Benko holt sich Beistand aus Abu Dhabi

Rene Benko: Der Karstadt-Investor reduziert seinen Anteil an der Signa-Holding

Karstadt-Investor René Benko holt sich nach der gescheiterten Kaufhof-Übernahme weitere finanzkräftige Hilfe aus dem Ausland. Nachdem der österreichische Immobilieninvestor schon vor dem gescheitertem Deal die Mehrheit an der sogenannten KaDeWe Group der Thailändischen Central Group (La Rinascente, Illum) übergab, hat er nun auch seinen Anteil an der Signa Holding reduziert.

Unter dem Dach der Holding sind sowohl das Warenhaus als auch das Immobiliengeschäft von Signa gebündelt, zu dem auch die Beteiligungen am Geschäft mit den Karstadt-Warenhäusern und den Premiumhäusern wie KaDeWe oder Alsterhaus gehören.

Von knapp 75 Prozent, die Benkos Stiftung im April nach einem ersten Teilrückzug des griechischen Reeder George Economou an der Signa Holding gehalten hatte, reduzierte Benko seinen Anteil nun auf 65,1 Prozent.

Mit dem Komplettausstieg von Economou steigen nun zwei weitere Investoren bei der Holding ein: Die Falcon Private Bank, eine über mehrere Ecken im Staatsbesitz von Abu Dhabi befindliche Investmentbank. Sie ist künftig mit 24,9 Prozent in der Holding vertreten.

Die übrigen 10 Prozent der Holding übernimmt laut der Mitteilung vom Montag Lindt & Sprüngli-CEO Ernst Tanner. Über die Höhe der Transaktion machte Signa keine Angaben.

Als Grund für Economous Ausstreigen gab Signa eine strategische Neuausrichtungen bei dem ehemaligen Anteilseigner an. Economou wolle sich künftig auf die Geschäftsbereiche Shipping bzw. Drilling konzentrieren. Sowohl Tanner als auch Falcon waren laut Signa zuvor bereits in anderen Geschäftsfeldern bei Signa investiert.

Nach der gescheiterten Übernahme von Kaufhof durch den kanadischen Investor Hudons's Bay war in der Branche über die langfristige Überlebensfähigkeit von Karstadt als eigenständiger Kette spekuliert worden. Inwieweit sich der Einstieg der finanzkräftigen Investoren auf die Geschicke des Traditionskonzerns auswirken wird, ist allerdings offen.

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