Freitag, 22. März 2019

Ferrero zahlt 2,8 Milliarden Dollar Nestlé verkauft US-Süßwarengeschäft

Süßes im US-Supermarkt

Der Schweizer Nestlé-Konzern hat sein US-Süßwarengeschäft an den Nutella-Hersteller Ferrero für 2,8 Milliarden Dollar verkauft. Für den neuen Konzernchef Mark Schneider ist dies ein wichtiger Schritt weg von der Schokolade. Ferrero steigt durch den Kauf zum drittgrößten Süßwarenproduzenten in den USA auf.

Nestlé hat einen Käufer für sein seit längerem zur Disposition stehendes US-Süßigkeitengeschäft gefunden. Der Nutella-Hersteller Ferrero übernimmt die Sparte für 2,8 Milliarden Dollar, teilte der weltgrößte Lebensmittelproduzent aus Vevey am Genfersee am Dienstagabend mit. Der Schritt hatte sich bereits angekündigt.

Der Deal solle gegen Ende des ersten Quartals abgeschlossen werden. Am internationalen Süßwarengeschäft will Nestle dagegen festhalten und dieses ausbauen, insbesondere die Schokoriegel-Marke KitKat.

Die Schweizer erzielten mit Süßwaren in den USA 2016 rund 900 Millionen Franken Verkaufserlös, entsprechend etwa 3 Prozent des Nestle-Umsatzes in den Vereinigten Staaten. Ferrero steigt mit der Übernahme zum drittgrößten Süßwarenhersteller in den USA auf - hinter den Konkurrenten Mars und Hershey. Insidern zufolge war auch Hershey Börsen-Chart zeigen an der Nestlé-Sparte interessiert. Zu dem italienischen Konzern zählen damit künftig Marken wie Butterfinger und Baby Ruth.

Der neue Nestle-Chef Mark Schneider hatte den Bereich vergangenes Jahr ins Schaufenster gestellt. Der frühere Fresenius-Lenker will das Wachstum beschleunigen, sich von margenschwächerem Geschäft trennen und setzt dabei etwa auf das vielversprechende Gesundheitsgeschäft. Nestle soll einem Medienbericht zufolge der Favorit für die Übernahme des Geschäfts mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten des Darmstädter Merck-Konzerns sein.

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Ferrero - neben Nutella auch bekannt für Kinder Schokolade oder Ferrero-Rocher-Pralinen - hat im vergangenen Jahr bereits in den USA zugekauft. Das 1946 in Italien gegründete Familienunternehmen setzt erst seit einigen Jahren auf Übernahmen. Zuvor stand Wachstum aus eigener Kraft im Vordergrund.

Rei/Reuters

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