Dienstag, 13. November 2018

Millennials trinken weniger Kaffee War's das mit dem Kaffee-Hype?

Kaffee: Noch immer das Lieblingsgetränk der Deutschen - doch seine Hipness flaut ab
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Kaffee: Noch immer das Lieblingsgetränk der Deutschen - doch seine Hipness flaut ab

Das Geschäft mit Kaffee war bislang ein echter Selbstläufer. Gleich reihenweise machten in den großen Städten neue Cafés auf. Im Angebot: Oft eigene Röstungen, Spezialitäten aus bestimmten Anbaugebieten, häufig gebraut aus ökologischen oder fair gehandelten Bohnen. Und natürlich Trendgetränke wie Cold-Brew.

Die Leute, darunter auch viele Millennials, liefen den Betreibern die Türen ein, um die angesagtesten Kaffeetrends nicht zu verpassen. Und in möglichst hipper Atmosphäre, mit kostenlosem WLan an ihren Kaffeespezialitäten zu nippen oder diese - "to go" - mitzunehmen.

Ein Milliardenmarkt, auf den sich Konsumgüterriesen wie Nestlé, der deutsche Milliardärsclan Reimann und seit kurzem auchCoca-Cola mit Begeisterung stürzten - um - nicht nur hierzulande - gleich reihenweise die angesagtesten Ketten aufzukaufen - und an dem Kaffee-Hype ordentlich mitzuverdienen.

Doch zumindest in Deutschland droht nun ein hartes Erwachen. Denn den jungen Kunden, auf die die Konsumgüterriesen einen beträchtlichen Teil ihrer Hoffnungen setzten, scheint der Kaffeedurst immer mehr zu vergehen. Darauf deuten zumindest die Ergebnisse aktueller Kaffeestudien hin.

Zwar ist Kaffee noch immer das liebste Getränk der Deutschen - rund 162 Liter trinkt rein statistisch jeder pro Kopf und Jahr. Doch: Tranken vor zwei Jahren noch 76 Prozent aller Bundesbürger täglich Kaffee, ist der Anteil 2018 auf 72 Prozent gesunken, wie eine kürzlich veröffentlichte Kaffeestudie von Aral ergeben hat. Für die Erhebung, eine der drei wichtigsten Untersuchungen auf den Gebiet in Deutschland, hatten Marktforscher online 1.001 Konsumenten befragt.

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