Freitag, 2. Dezember 2016

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Abschied vom Konglomerat Metro plant Aufspaltung in Großhandel und Elektronik

Metro: Aus dem Konglomerat sollen zwei unabhängige, börsennotierte Einheiten entstehen

Der Handelsriese Metro setzt nach jahrelangem Streit mit Media-Saturn-Minderheitseigner Erich Kellerhals zum Befreiungsschlag an und will sich aufspalten. Mit dem historischen Schnitt sollen zwei unabhängige, börsennotierte Geschäftseinheiten entstehen, teilte der Düsseldorfer Konzern am Mittwoch mit. Eine neue Gesellschaft soll das Großhandels- und Lebensmittelgeschäft um die Cash&Carry-Märkte und die Real-Supermärkte umfassen. Bei der heutigen Metro soll Europas größte Elektronikhandelskette Media-Saturn verbleiben.

Chef des neuen Lebensmittel-Konzerns soll der aktuelle Metro-Chef Olaf Koch werden, berichtet Reuters. An der Spitze des Elektronikhändlers soll Media-Saturn-Chef Pieter Haas stehen.

Durch die Aufspaltung sollten beiden Teilen neue Wachstumsperspektiven eröffnet werden. Auch soll der zuletzt dümpelnde Börsenwert soll deutlich gesteigert werden.

Ziel sei es, jeder der beiden Gesellschaften und ihren Managements die volle Kontrolle über die eigene Strategie zu geben. Dies würde den jeweiligen Kundenfokus noch mehr schärfen, das Wachstum der Geschäfte beschleunigen und Strukturen vereinfachen, begründete der Handelskonzern den Schritt in seiner Pressemitteilung.

Bis Mitte 2017 soll die Aufspaltung durch sein

Unter anderem der Aufsichtsrat muss den Plänen aber noch zustimmen, die dann bis Mitte 2017 umgesetzt werden könnten. Die Großaktionäre Haniel, Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim unterstützten das Vorhaben, zwei unabhängige Unternehmen zu schaffen. "Wir begrüßen die strategische Entscheidung", sagte ein Haniel-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Haniel alleine hält 25 Prozent an der Metro.

An der Börse kam der Schritt extrem gut an. Die Aktien des Handelskonzerns stiegen am Vormittag um bis zu 10,3 Prozent auf ein Zweieinhalb-Monats-Hoch von 27,09 Euro.

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