Donnerstag, 8. Dezember 2016

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Metros Flucht nach vorn Aus eins mach zwei - wie der Metro-Chef eine neue Währung schafft

"Mehr PS aus die Straße bringen": Metro-Chef Olaf Koch

Die Vorstellung war typisch für Metro-Chef Olaf Koch: Betont sachlich, wenig überschwänglich, dafür kurz und ohne Umschweife: Der Handelsriese Metro setzt nach jahrelangem Streit mit Media-Saturn-Minderheitseigner Erich Kellerhals zum Befreiungsschlag an und will sich aufspalten.

Statt eines riesigen Konglomerats mit Standbeinen im Elektronik- wie im Lebensmittelgeschäft sollen die beiden Geschäftsbereiche künftig eigenständig agieren und jeweils als selbstständige Unternehmen im MDax Börsen-Chart zeigen notiert sein.

Auf der einen Seite: Das Großhandels- und Lebensmittelgeschäft um die Cash&Carry-Märkte und die Real-Supermärkte, an dessen Spitze der aktuelle Metro-Chef Olaf Koch stehen soll. Dieser Bereich soll aus dem bestehenden Konzern ausgegliedert werden. Auf der anderen Seite Europas größte Elektronikhandelskette Media-Saturn unter Chef Pieter Haas.

Für manchen überraschend, ist die Aufspaltung für Koch nichts als eine logische Konsequenz, um den Konzern im globalen Wettstreit überlebensfähig und vor allem wachstumsfähig zu halten.

Zwar war es dem Management nach schwierigen Jahren zuletzt gelungen, Metro wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Und auch die Schulden zu senken - unter anderem mit dem Verkauf der Warenhauskette Kaufhof an den kanadischen Handelskonzern HBC für 2,8 Milliarden Euro.

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