Dienstag, 28. Juni 2016

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Metro legt im Dezember zu Deutsche Verbraucher retten Metros Weihnachtsgeschäft

Lange Schlangen: Kunden bei Media-Saturn haben zu Weihnachten kräftig Geld in die Kassen des Metro-Konzerns gespült

Konsumfreudige Verbraucher in Deutschland haben beim Handelsriesen Metro im wichtigen Weihnachtsgeschäft die Kassen klingeln lassen. Im Heimatmarkt konnte der Konzern mit dem Elektronikhändler Media-Saturn und den Real-Supermärkten im Dezember den Umsatz um 2,1 Prozent steigern, teilte Metro am Dienstag mit. Vor allem bei Media-Saturn brummte das Geschäft.

Insgesamt verbuchte der Konzern im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2015/16 aber einen Umsatzrückgang um 1,5 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro - Metro hatte Geschäfte verkauft, zudem bekommt der stark in Russland engagierte Handelsriese die Rubel-Schwäche zu spüren.

Konzernchef Olaf Koch bleibt aber optimistisch: "Für das Geschäftsjahr 2015/16 blicken wir in einem schwierigen Umfeld weiterhin zuversichtlich in die Zukunft." Die Ziele stehen zudem weiter: "An unserer Prognose halten wir unverändert fest." Koch hatte sowohl für den Umsatz als auch für den operativen Ertrag (Ebit) vor Sonderfaktoren eine "leichte Steigerung" angekündigt.

Koch räumt bei dem weit verzweigten Handelsriesen auf, im vergangenen Jahr hatte er sich unter anderem von der Warenhaustochter Kaufhof verabschiedet. Aber auch Cash&Carry- Märkte in Griechenland und Dänemark sortierte er aus, das Landesgeschäft in Vietnam veräußerte Metro - die Umsätze sind nun nicht mehr in den Büchern.

Sondergewinn durch Verkauf des Vietnam-Geschäfts

Der Vietnam-Verkauf dürfte den Gewinn im ersten Quartal indes deutlich in die Höhe treiben: Mit rund 400 Millionen Euro werde sich die Transaktion auf den operativen Gewinn auswirken, bekräftigte Metro, das Ergebnis werde damit "spürbar steigen".

Deutlich nach oben gingen die Umsätze der Großmärkte in Deutschland - und auch in den einstigen Euro-Krisenländern Italien und Spanien legte der Konzern wieder zu.

Einen Umsatzrückgang musste Koch dagegen bei Real hinnehmen. Die Kette ächzt unter dem harten Wettbewerb mit anderen Supermarktbetreibern, Koch muss Real sanieren. Dabei steht ein Konflikt mit Verdi ins Haus. Die Gewerkschaft hatte zuletzt immer wieder zu Streiks aufgerufen. Real hatte sich aus der Tarifbindung verabschiedet, Koch zufolge liegen die Kosten höher als bei der Konkurrenz.

rei/reuters

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