Mittwoch, 14. November 2018

Clemens Vedder vermittelt zwischen Metro und Kellerhals Zerstrittene Media-Saturn-Eigner finden Schlichter

"Rentner" mit Schlichtungs-Mission: Clemens Vedder.
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"Rentner" mit Schlichtungs-Mission: Clemens Vedder.

Der Streit um die Zukunft von Europas größter Elektronik-Fachmarktkette Media-Saturn mit rund 67000 Beschäftigten und gut 21 Milliarden Euro Umsatz ist episch - und lähmend zugleich. Nun könnte in den Konflikt der Metro AG (gut 78 Prozent) und dem Ehepaar Kellerhals (knapp 22 Prozent) über die Zukunft des Konzerns Bewegung kommen: Nachdem Media-Markt-Mitgründer Erich Kellerhals Anfang November vorgeschlagen hatte, den Investor und Mediator Clemens J. Vedder mit seiner Goldsmith Group als Mediator einzusetzen, hat sich Vedder nach Informationen von manager-magazin.de mit beiden Seiten auf eine Übernahme des Mandats verständigt.

Auf Anfrage teilte der 69-jährige Vedder manager-magazin.de mit: "Wir haben uns auf eine für beide Parteien vernünftige Vorgehensweise geeinigt. Ich habe als Rentner Lust und Zeit diese Verhandlungen als Mediator zu begleiten. Wirtschaftlich und aktienrechtlich sind wir bereits im Thema." Auch die Metro AG bestätigte die Einschaltung Vedders, während die Kellerhals-Seite jede Information zu dem Thema ablehnte.

Vedder ist dafür bekannt, dass er derartige Aufträge nur annimmt, wenn sich bereits gründlich in den jeweiligen Fall eingearbeitet und einen möglichen Einigungsweg erkannt hat. Er stellt seinen Auftraggebern vorab klare Bedingungen und steuert auch in den eigentlichen Verhandlungen keinen Schmusekurs ("Ich werfe nicht mit Wattebäuschen.").

Vedder ist derzeit auch in den Streit zwischen der Versandhauserbin Madeleine Schickedanz einerseits und der Deutschen Bank, den Altgesellschaftern von Sal. Oppenheim und der Esch-Gruppe andererseits eingeschaltet.

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