Mittwoch, 20. Juni 2018

Hühner-Alarm in Deutschland Kentucky Fried Chicken will Filialen-Zahl verdreifachen

Die Nachfrage nach gebratenen Hähnchen in Deutschland zieht an: Kentucky Fried Chicken will in wenigen Jahren die Umsatz-Milliarde knacken

Vor gut einer Woche musste die Fastfoodkette Kentucky Fried Chicken (KFC) in Großbritannien wegen Lieferproblemen noch den Geflügelnotstand anmelden und einen Großteil der Filialen vorübergehend schließen. Jetzt meldet der Hühnchenbrater, dass er in Deutschland stark expandieren will.

Die Fastfood-Kette Kentucky werde die Zahl ihrer Restaurants von derzeit 163 in fünf bis sieben Jahren auf 500 mehr als verdreifachen, teilte die Firma am Freitag in Düsseldorf mit. Die Nachfrage nach gebratenen Hähnchen zog 2017 an - der Umsatz von KFC Deutschland kletterte den Angaben zufolge um 10 Prozent auf 243,7 Millionen Euro.

Der Zuwachs lag nicht nur an Restaurants, die schon im vergangenen Jahr neu eröffnet wurden, sondern auch an besseren Geschäften auf bestehender Fläche. Angaben zum Gewinn wurden nicht gemacht. Durch den Restaurantnetz-Ausbau soll eine Milliarde Euro Umsatz gemacht werden.

Notstand bei KFC: Kentucky Fried Chicken gehen wegen DHL die Hühnchen aus

Fastfood ist ein umkämpfter Markt. Anbieter stehen nicht nur untereinander im Wettbewerb, sondern auch mit anderen Snackanbietern - vom Backshop bis zum Pizzastand. Hinzu kommt der Boom für Essenslieferungen.

Dennoch setzen auch direkte KFC-Konkurrenten auf Expansion: Burger King will bis Ende 2023 von derzeit etwa 700 Restaurants auf 1000 in Deutschland zulegen. Mit großem Abstand Marktführer ist McDonald's, die Firma hat hierzulande derzeit fast 1500 Restaurants.

KFC gehört zum amerikanischen Systemgastronomie-Konzern "Yum! Brands". Dessen Sitz ist im US-Bundesstaat Kentucky. Zu ihm gehört auch die Kette Pizza Hut.

Rei/dpa

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