Dienstag, 27. September 2016

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Schwarz-Gruppe plant "fundamentalen Wandel" Lidl verstärkt Expansion - Schwarz peilt 100 Milliarden Euro Umsatz an

Lidl-Filiale in Berlin: Der Discounter soll seine Expansion fortsetzen. Bis 2020 will der Mutterkonzern Schwarz-Gruppe den Umsatz auf 100 Milliarden Euro steigern
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Lidl-Filiale in Berlin: Der Discounter soll seine Expansion fortsetzen. Bis 2020 will der Mutterkonzern Schwarz-Gruppe den Umsatz auf 100 Milliarden Euro steigern

Hamburg - Die Neckarsulmer Schwarz-Gruppe will ihren Umsatz von derzeit 79,3 Milliarden Euro in den kommenden 5 Jahren auf 100 Milliarden Euro steigern. Der Wachstumsplan des Handelskonzerns umfasst eine massive Expansion des Discounters Lidl sowie den grundlegenden Umbau der SB-Warenhauskette Kaufland. Im Interview mit dem manager magazin (Erscheinungstermin: 19. Juni) erläuterte Klaus Gehrig, Chef der Schwarz-Gruppe, die Zukunftsstrategie des größten Händlers in Europa.

"Punkt eins: Wir wollen mit Lidl in den bestehenden Märkten stärker werden", so Gehrig. "Punkt zwei: Wir werden in neue Länder expandieren. Punkt drei: Wir richten Kaufland grundlegend neu aus. Und nebenbei unterziehen wir die gesamte Schwarz-Gruppe einem Kulturwandel."

Ein milliardenschweres Investitionsprogramm sieht vor, bestehende Lidl-Filialen zu vergrößern und zu modernisieren. Darüber hinaus soll Lidl im Jahr 2018 in den USA an den Start gehen, zunächst mit einer mittleren zweistelligen Zahl an Filialen. "Wir wollen schrittweise in den amerikanischen Markt eintreten", erklärte Lidl-Chef Sven Seidel, "das ist eine große Chance."

Warenhauskette Kaufland wird neu ausgerichtet

Die SB-Warenhauskette Kaufland hingegen soll sich auf ihre bestehenden Märkte konzentrieren. Kaufland-Chef Frank Lehmann kündigte "eine massive Umstrukturierung in Deutschland" an. Von den 640 hiesigen Filialen werde das Unternehmen 20 bis 30 stärker unter die Lupe nehmen. Kaufland will Sortimente teilweise straffen und Kosten senken, um sich wieder stärker in Richtung eines Großflächendiscounters zu entwickeln.

Für die ganze Unternehmensgruppe kündigte Schwarz-Chef Gehrig einen fundamentalen Wandel an. "Als operativer Chef der Schwarz-Gruppe habe ich derzeit noch weitreichende Entscheidungsbefugnisse", sagte Gehrig. "Diese Freiheiten, die ich momentan genieße, wird es in dem Ausmaß künftig nicht mehr geben. In meiner heutigen Macht- und Kompetenzfülle bin ich ein Auslaufmodell. Und das ist auch gut so." Bis zum Jahr 2018, dem Jahr seines 70. Geburtstags, wolle er, so Gehrig, "all meine Aufgaben auf stabile Vorstandsstrukturen übertragen haben".

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