Dienstag, 24. Mai 2016

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Hapag-Lloyd-Großaktionär pocht auf weitere Zukäufe Die Sorge um Deutschlands größte Reederei

Containerschiff von Hapag-Lloyd auf der Elbe.

Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd braucht Großaktionär Klaus-Michael Kühne zufolge weitere Zukäufe. Hapag-Lloyd müsse größer werden, um im derzeitigen Marktumfeld bestehen zu können, sagte Kühne der "Welt am Sonntag". "Hapag-Lloyd muss größer werden. Die Reederei ist immer noch zu klein, um mit den Großen mithalten zu können", sagte Kühne. Der Hamburger, mit seiner eigenen Firma einer der erfolgreichsten Logistik-Unternehmer der Welt, hält gut ein Fünftel der Hapag-Lloyd-Aktien.

Auch nach der Übernahme der Containersparte der chilenischen Reederei CSAV sei Hapag-Lloyd immer noch zu klein, um mit den großen Konkurrenten mithalten zu können. Zudem zerbreche derzeit die Allianz rund um den Konzern, da einige der Partner durch Fusionen das Bündnis verlassen würden. Einen potenziellen Partner könne man vor allem in Asien suchen. "Es ist eine gewaltige Konzentration im Gang", so Kühne. Die Hamburger erwirtschafteten im vergangenen Jahr mit 177 Containerschiffen einen Jahresüberschuss von 114 Millionen Euro.

Meinungsstark: Klaus-Michael Kühne

Hapag-Lloyd hatte jüngst erklärt, nach mehreren Krisenjahren eine Erholung der Branche zu sehen. Auch dank CSAV entkam die Reederei aus dem Teufelskreis, der sich in den vergangenen Jahren aufgebaut hatte. Die Reedereien lieferten sich einen Wettlauf um immer größere Schiffe, um bei sinkenden Frachtraten noch profitabel zu sein. Zuletzt gelang dies jedoch immer weniger, weil die Nachfrage nachließ. Der Zusammenschluss von Hapag-Lloyd mit CSAV könne aber nicht das Ende sein, sagte Kühne. In der Schifffahrt stünden sich große Blöcke gegenüber, die zum einen von der aus Frankreich stammenden CMA und zum anderen von Maersk angeführt würden.

Reuters, soc

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