Mittwoch, 20. September 2017

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Kinnevik lässt bei Rockets Mode-Geschäft die Luft raus Großaktionär führt Oliver Samwer vor

Rocket Internet-Chef Oliver Samwer:

Herber Rückschlag für Rocket Internet. Nachdem die Berliner Startup-Schmiede noch vor wenigen Tagen beim Kapitalmarktag die Zukunft ihrer Mode-Töchter in den schillerndsten Farben beschrieben hat, hat die Wirklichkeit Rocket-Unternehmer Oliver Samwer nun wieder eingeholt.

Großinvestor Kinnevik lässt die Luft aus Rockets Modegeschäft. Bei seinen Dienstag veröffentlichten Quartalszahlen schrieb der schwedische Investor den Wert seines Anteil an Rockets Global Fashion Group (GFG) um 38 Prozent oder rund 163 Millionen Euro auf umgerechnet 275 Millionen Euro ab.

Wenig später zieht Rocket mit einer eigenen Mitteilung nach: Statt mit rund drei Milliarden bewertet die Berliner Beteiligungsgesellschaft die in der Global Fashion Group (GFG) gebündelten Modefirmen nun nur noch mit einer Milliarde Euro.

Zur GFG gehören sechs Online-Modeversender, darunter Dafiti in Lateinamerika, Lamoda in Russland und Zalora in Südostasien. Rocket ist mit 23 Prozent, Kinnevik mit 26 Prozent an der GFG beteiligt. Die Schweden sind mit 13 Prozent zudem auch noch direkt an Rocket Internet beteiligt.

Die Reaktion an der Börse ließ nicht lange auf sich warten. Nach Bekanntgabe der neuen Bewertung brach die Rocket-Aktie um mehr als 14 Prozent ein. Kinnevik-Aktien büßten am Mittwoch 2,7 Prozent ein.

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