Donnerstag, 21. Februar 2019

Signa steigt bei Outfitter ein Wie Rene Benko Karstadt Sports wieder auf die Überholspur bekommen will

Karstadt Sports in Düsseldorf

Der österreichische Karstadt-Investor Rene Benko versucht mit einem Millioneninvestment seinen Sportartikelhändler wieder auf die Überholspur zu bringen. Nachdem vor wenigen Wochen erst mit dem früheren Planet Sports -Manager Michael Rumerstorfer eine neuer Geschäftsführer die Verantwortung bei Karstadt Sport übernommen hatte, hat Karstadt-Sports-Eigner Signa Retail sich nun auch die Mehrheit an dem Online-Sporthändler Outfitter gesichert.

Das 1998 gegründete Unternehmen aus Neu-Isenburg bei Frankfurt gehört zu den größten Online-Sportartikelanbietern in Deutschland. Mit rund 130 Mitarbeitern erwirtschaftete es den Angaben zufolge im vergangenen Jahr einen Nettoumsatz von 40 Millionen Euro. Neben einem eigenen Online-Shop vertreiben die Neu-Isenburger ihre Ware auch über Partner-Websites sowie über zwei Läden. Zum Vergleich: Bei der Otto-Tochter SportScheck lag der Umsatz zuletzt bei 319 Millionen Euro.

Mit dem Kauf von 60 Prozent an Outfitter zu einem nicht benannten Preis will Karstadt Sports seine Online-Kompetenz stärken, die für Händler immer wichtiger wird. Rund ein Drittel des Umsatzes in der Branche wird nach Schätzungen des Marktforschers npd-group mittlerweile online erwirtschaftet.

Karstadt Sport will seine Online-Kompetenz stärken

"Ich bin überzeugt davon, dass wir den stationären und den Online-Handel nahtlos miteinander verflechten müssen, um zukünftig nachhaltig erfolgreich zu sein", begründete Signa-Retail-Chef Stephan Fanderl den Zukauf. Erklärtes Ziel: Marktführer im Sporteinzelhandel in Deutschland werden.

Outfitter-Gründer Ron Berger, der weiter mit 40 Prozent an dem Online-Händler beteiligt bleibt, soll weiter mitverantwortlich für die Geschäfte sein.

Nach mehreren verlustreichen Jahren will Karstadt Sports die in diesem Jahr anstehenden Sportereignisse wie die Olympischen Spiele in Brasilien und die Fußballeuropameisterschaft in Frankreich nutzen, um wieder wirtschaftlich nach vorne zu kommen.

Allerdings steht Karstadt Sports mit diesem Anliegen nicht alleine. Auch Wettbewerber wie die französische Decathlon-Gruppe schicken sich mit Filialöffnungen in Deutschland an, auf dem wachsenden 13,4-Milliarden-Euro- Markt Marktanteile gut zu machen.

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung