Freitag, 14. Dezember 2018

Tengelmann-Chef im Skigebiet verschollen Karl-Erivan Haub seit Samstag vermisst

Karl-Erivan Haub.

Der geschäftsführende Gesellschafter der Tengelmann-Gruppe, Karl-Erivan Haub, wird seit Samstag in einem Skigebiet an der schweizerisch-italienischen Grenze vermisst.

Wie eine Tengelmann-Sprecherin am Dienstagabend bestätigte, läuft die Suche nach dem 58-Jährigen auf Hochtouren. "Wir tun alles Menschenmögliche, um ihn zu finden", sagte sie. Haub war den Angaben zufolge als Skitourengeher unterwegs.

Zum Tengelmann-Konzern gehören unter anderem der Textildiscounter Kik und die Baumarktkette Obi sowie Beteiligungen an dem Non-Food-Discounter Tedi und der Supermarktkette Netto; von den Wurzeln des Unternehmens, dem Lebensmitteleinzelhändler Tengelmann, hatte sich Haub jüngst getrennt. Nach Angaben der Schweizer Zeitung "Blick" hat sich der Bruder des Vermissten, Christian Haub, in einem internen Schreiben an die Angestellten gewendet. "Mein Bruder ist ein sehr erfahrener Skitourengänger und Bergsteiger, so dass wir trotz der Zeit, die inzwischen verstrichen ist, die Hoffnung nicht aufgeben, ihn bald zu finden", so Christan Haub.

Laut "Blick" hatte Haubs Familie die Polizei alarmiert, als Karl-Erivan Haub nicht zu einer Verabredung in seinem Hotel in Zermatt am Samstagnachmittag erschienen sei. Ein Sprecher der Kantonspolizei Wallis in Sitten bestätigte nur, dass seit Samstag nach einem Deutschen im Skigebiet in Bereich des Matterhorns gesucht wird. Die Aktion laufe auf der Schweizer und auf der italienischen Seite des Berges. Nähere Angaben zur Identität des Gesuchten machte der Sprecher nicht.

"Blick" zufolge stieg Haub am Samstagmorgen in die Seilbahn. Danach verliere sich die Spur des Großunternehmers. Am Abend soll sein Handy noch in Betrieb gewesen sein, kurz darauf sei es verstummt.

SPIEGEL ONLINE, soc

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