Dienstag, 18. September 2018

Puma will mit Basketball wachsen Jay Z wird  Basketball-Kreativchef bei Puma

Shawn "JAY-Z" Carter (hier mit Ehefrau Beyonce) : DerUnternehmer und Musiker will Puma helfen, sein Basketball-Geschäft wieder groß zu machen

Der Sportartikelkonzern Puma hat den Basketballsport wieder entdeckt und den Musiker Jay Z engagiert, um das Geschäft voranzutreiben. Anders als bei vielen anderen Kooperationen in der Sportwelt bekommt der Musiker und erfolgreiche Multi-Unternehmer bei den Herzogenaurachern offenbar einen richtigen Job: "Creative Director of Puma Basketball" wird auf seiner Visitenkarte stehen, wie Puma am Mittwoch offiziell bestätigte. Jaz Z soll sich um die Verpflichtung von Spielern, Produkdesign und Marketingsgtrategie kümmern, schreibt das Fachblatt "womens wear daily".

Das Engagement des Musikers ist nur ein Element in Pumas Neustart im Basketball-Segment. So hat Puma erst kürzlich die New-York-Knicks-legende Walt "Clyde" Frazier lebenslang per Vertrag an sich gebunden. Außerdem hat der Sportartikelhersteller die Spieler Deandre Ayton, Marvin Bagley and Zhaire Smith verpflichtet, denen von Experten eine glänzende Zukunft prophezeit wird.

Davor lag das Basketballgeschäft bei Puma Börsen-Chart zeigen lange brach. Der letzte große NBA-Star mit einem Vertrag bei Puma war Vince Carter im Jahr 1998, der allerdings nach zwei Saisons beendet wurde.

Aktuell erlebt Basketball in den USA ein enormes Wachstum. Laut dem US-Wirtschaftsmagazin "Fortune" legten die Umsätze der NBA-Teams in der vergangenen saison um satte 25 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar zu - deutlich mehr als beispeilsweise bei der NFL, wo das Wachstum gerade einmal bei 7 Prozent lag.

Bei der Fußball-WM lief es für Puma indes nicht so gut. Das von Puma ausgerüstete Italien, über das sich die Herzogenauracher Titel-Hoffnungen machen konnten, schaffte es nicht, sich zu qualifizieren. Jetzt ist Puma mit der Schweiz, Uruguay und dem Senegal und Serbien beim WM-Turnier vertreten.

Puma und JayZ sind einander durchaus vertraut. So arbeiten die Herzogenauracher schon länger mit Roc Nation, der Unterhaltungsfirma des Sängers zusammen - unter anderem bei zwei Schuhprojekten. Zudem sind diverse Sänger - unter anderem Rihanna, die auch prominent für Puma arbeitet - bei Roc Nation unter Vertrag.

Bei Puma läuft es - ähnlich wie beim Konkurrenten und ehemaligen Bruderkonzern Adidas - nach schwierigen Jahren des Umbaus wieder rund. 2017 konnte das Unternehmen den Gewinn unter dem Strich auf 136 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Der Konzern knackte zudem erstmals die Umsatzmarke von 4 Milliarden Euro.

Im Vergleich zu den Größen der Branche ist Puma damit allerdings noch ein relativ kleines Licht. Adidas beispielsweise machte 2017 mehr als 20 Milliarden Euro Umsatz und erzielte einen Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft von 1,35 Milliarden Euro.

Auch was die Aktionärsstruktur angeht, hat sich bei Puma einiges geändert. So hat der Luxuskonzern Kering, der in der Vergangenheit 86 Prozent an Puma hielt, seinen Anteil im Mai auf 16 Prozent gesenkt - und den Großteil seiner Aktien an Kering-Aktionäre ausgeschüttet. Ein Vorgehen, das der Aktie zuletzt deutlich Auftrieb verlieh.

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