Donnerstag, 29. September 2016

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Handelskonzern Investor Advent baut Douglas radikal um

Douglas-Filiale in Köln: Soll offenbar Kernbestandteil der Douglas Holding bleiben

Klare Ansage: Kaum hat die Douglas Holding einen neuen Haupteigentümer, geht der Investor in die Vollen. Gleich drei Unternehmenssparten der Douglas Holding stehen zur Disposition - und auch das Management steht auf dem Prüfstand.

Hagen - Der neue Haupteigentümer der Douglas Holding, das Private-Equity-Haus Advent International, will den Handelskonzern radikal umbauen. Wie manager magazin in seiner am 19. Juli erscheinenden Ausgabe berichtet, wechselt Advent große Teile des Führungspersonals aus.

Zudem wird auf mittlere Sicht das Portfolio bereinigt: Die drei Sparten Thalia (Buch), Appelrath-Cüpper (Damenmode) und Hussel (Süßwaren) stehen zur Disposition. Im Firmenverbund bleiben nur noch die Parfümeriekette Douglas und die Schmuckfilialen der Marke Christ. Christ soll in naher Zukunft einen neuen Vorstandschef mit internationaler Branchenexpertise erhalten. Das Unternehmen will die Umbaupläne nicht kommentieren.

In der Geschäftsleitung der Parfümeriekette Douglas gab es kürzlich bereits mehrere Veränderungen. Unter anderem schieden der Finanzchef Andreas Grandinger sowie der Deutschland-Chef Jochen Halfmann aus. Neu im Unternehmen ist Erika Tertilt, früher Finanzchefin des Textilhauses Takko, einer ehemaligen Advent-Beteiligung.

Die Strategie des Großeigners Advent sieht vor, insbesondere die Parfümerietochter Douglas zu stärken. Bis zu 500 Millionen Euro will der Finanzinvestor in den nächsten vier bis sieben Jahren in Zukäufe und die internationale Expansion investieren. Auch die Schmucktochter Christ soll im Ausland wachsen. Thalia, Appelrath-Cüpper und Hussel dagegen stehen zum Verkauf.

Etliche Familienunternehmen haben in der Vergangenheit bereits Interesse an Hussel angemeldet. Dagegen gilt ein Verkauf der Buchhandelskette und der Bekleidungssparte als schwierig. Sowohl Thalia als auch Appelrath-Cüpper schrieben in der Vergangenheit schwache Geschäftszahlen und mussten restrukturiert werden.

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