Montag, 10. Dezember 2018

Größter deutscher Modekonzern stärkt Online-Geschäft Hugo Boss holt langjährigen Amazon-Mann

Schaufenster eines Hugo-Boss-Ladens: Der Modekonzern will mit einem neuen E-Commerce-Chef den Onlinehandel stärken

Deutschlands größter Modekonzern Hugo Boss Börsen-Chart zeigen hat einen neuen E-Commerce-Chef gefunden. Matthew Dean war zuletzt Managing Director beim Elektronikhändler Cyperport und soll am Montag in Metzingen anfangen.

Bevor der gebürtige Amerikaner Anfang 2017 zu Cyperport wechselte, hat er mehr als acht Jahre lang für Amazon gearbeitet und den Bereich Bekleidung in der deutschen Niederlassung verantwortet.

Zentrale Herausforderung für Dean ist es, neue Impulse zu setzen. Er wird direkt an Vertriebsvorstand Bernd Hake berichten. Vorgänger Richard Lloyd-Williams hat mit der IT-Integration die Grundlagen gelegt, nun will er sich auf seine Kernaufgaben als "Director of Digital Transformation" konzentrieren und mehr Zeit mit der Familie in England verbringen.

Das Online-Geschäft wird für Boss immer wichtiger. Der Konzern hatte es lange versäumt, in den Vertriebskanal zu investieren, inzwischen gelingt es jedoch, die noch immer herben Absatzrückgänge im Großhandel mit Filialisten wie P&C weitgehend aufzufangen.

Der Umsatz über den eigenen Online-Shop wuchs im ersten Halbjahr um 41 Prozent auf 48 Millionen Euro und steht inzwischen für 4 Prozent der Gesamterlöse, wie viel Boss mit Internetunternehmen wie Zalando umsetzt, weist der Konzern nicht aus.

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