Mittwoch, 25. Mai 2016

Alle Artikel und Hintergründe

Trendsetter für saubere Textilproduktion Greenpeace lobt Aldi, Lidl und Co.

Textilproduktion in Asien: Viele der dort gefertigten Kleidungsstücke landen in deutschen Warenhäusern und Supermärkten. Immer mehr der hiesigen Großabnehmer achteten auf eine nachweislich saubere Produktion, lobt Greenpeace

Eine wachsende Zahl von Handelsketten unterstützt die Greenpeace-Kampagne gegen umweltschädliche Chemikalien bei der Textilproduktion. Jetzt habe sich auch die Supermarkt-Kette Kaufland (Neckarsulm) der "Detox"-Kampagne angeschlossen, teilte Greenpeace am Dienstag mit. Kaufland bestätigte die Unterzeichnung einer Selbstverpflichtung, bis 2020 schrittweise bei der Herstellung von Textilien und Schuhen auf umweltschädliche Substanzen zu verzichten. Greenpeace forderte Handelsketten wie Edeka/Netto, Norma oder die Metro-Tochter Real auf, sich der Aktion anzuschließen.

Greenpeace zog eine Zwischenbilanz der 2011 gestarteten Kampagne. Aldi, Lidl und Rewe/Penny, Tchibo und die schweizerische Kette Coop seien mittlerweile Trendsetter der sauberen Textilproduktion unter den Supermärkten, sagte die Textil-Expertin von Greenpeace, Kirsten Brodde. Erste besonders schädliche Chemikalien seien verbannt worden, es gebe Fortschrittsberichte und Abwasserdaten. Programme für Rücknahme und Recycling von Textilien würden auf den Weg gebracht.

Mit Kaufland (1200 Filialen in Deutschland und Osteuropa) würden sich nunmehr 33 internationale Marken an der Kampagne beteiligen. Das entspreche etwa 15 Prozent der globalen Textilproduktion, sagte Brodde.

Der Edeka-Verbund (Hamburg) betonte, man sei mit Greenpeace im Gespräch. Textilien machten nur 1 Prozent des Edeka-Umsatzes aus. Die textilen Eigenmarken würden dem Öko-Tex 100 Standard entsprechen. "Seit Juni 2015 engagieren wir uns im "Bündnis für nachhaltige Textilien" beim Bundeswirtschaftsministeriums.

rei/dpa-afx

Mehr manager magazin
Zur Startseite

© manager magazin 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH