Sonntag, 18. November 2018

Benko und Hudson's Bay einigen sich Zwei Jahre Bestandsgarantie für Kaufhof-Häuser

Kaufhof-Zentrale in Köln (Archivaufnahme)

Bei den 96 Filialen des Warenhausunternehmens Galeria Kaufhof soll es in den kommenden zwei Jahren keine Schließungen in größerem Umfang geben. Wie das manager magazin in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstermin: 24. August) berichtet, haben sich darauf Karstadt-Eigentümer René Benko und der Chairman und Großaktionär der Kaufhof-Gesellschafterin Hudson's Bay Company (HBC), Richard Baker, geeinigt. Baker und Benko verhandeln seit gut zwei Monaten über einen Einstieg von Benkos Signa-Gruppe bei Kaufhof.

Nach Informationen des Magazins soll Signa 50,1 % des operativen Geschäfts und 50 % der bei einer HBC-Tochter liegenden Kaufhof-Immobilien übernehmen. Eine Vertragsunterzeichnung werde es voraussichtlich im Laufe des Monats September geben. Von dem Stillhalteabkommen ausgenommen seien neun Standorte aus dem Kaufhof- und Karstadt-Filialnetz, bei denen demnächst die Mietverträge auslaufen.

Offenbar auf Druck der HBC-Aktionäre und -Geldgeber forciert Baker einen Teilausstieg aus dem desaströsen Kaufhof-Engagement. Nach Informationen von manager magazin hat Baker zur Bedingung gemacht, dass ihm Benko gleichfalls die Hälfte des neu installierten Netzes von 13 Warenhäusern in den Niederlanden abnimmt. HBC hat den dortigen Vermietern Mietbürgschaften über rund eine halbe Milliarde Euro gegeben, die Signa nun mittragen muss.

Bevor Signa 50 % eines Pakets von 41 Kaufhof-Immobilien übernimmt, muss HBC laut manager magazin erst seine US-amerikanischen Mitinvestoren auszahlen. Sie halten 39 % an der Immobiliengesellschaft, wollen aber aussteigen.

Mehr Wirtschaft aus erster Hand? Der obige Text ist nur ein minimaler Ausschnitt aus der September-Ausgabe des manager magazins. Das neue Heft (und die nächste Ausgabe) können Sie hier im Vorteilsangebot bestellen.
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