Dienstag, 20. November 2018

Der Masterplan hinter der Deutschen Warenhausholding Wie die Fusion Kaufhof und Karstadt retten soll

Karstadt/Kaufhof: Die Warenhausehe ist beschlossene Sache

Sie gehören zum Bild vieler deutscher Innenstädte - und kämpften jeder für sich immer wieder ums Überleben. Nun schließen sich die beiden Warenhäuser Kaufhof und Karstadt zusammen. Und hoffen so, der Konkurrenz im Internet Paroli bieten zu können. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Wer hat künftig das Sagen bei Kaufhof/Karstadt?

Offiziell eine Fusion unter Gleichen behält doch der österreichische Immobilienunternehmer René Benko bei dem neuen Warenhausholding die Oberhand. Seine Signa hält mit 50,1 Prozent eine knappe Mehrheit an der neuen Holding, die kanadische HBC die restlichen Anteile.

Zudem hält Benko über die Immobilientochter Signa Prime Selection künftig 50 Prozent am europäischen Immobilienbestand von HBC. Auch in der Cheffrage hat die sich Karstadt-Mutter durchgesetzt: Karstadt-Chef Stephan Fanderl soll Chef des neuen Warenhaus-Riesen werden.

Wo soll die neue Holding ihren Sitz haben?

Wo der Hauptsitz der neuen Warenhausholding sein soll, wurde noch nicht offiziell bekannt gegeben. Unternehmensinsider gehen jedoch davon aus, dass es wohl eher der Kaufhof-Hauptsitz in Köln werden wird. Das Haus in Köln ist den vergangenen Jahren bereits modernisiert worden. Und auch die Infrastruktur des Gebäudes ist bereits darauf ausgelegt, von dort aus mehrere unterschiedliche Unternehmen zu führen.

Und das ist auch bei der neuen Warenhausholding der Fall. Zu ihr sollen neben den 96 deutschen und 16 belgischen Kaufhof-Filialen schließlich auch die europäischen Filialen der HBC-Kette Saks Off 5th, die 13 Hudsons's Bay-Warenhäuser in den Niederlanden, sowie die 79 deutschen Karstadt-Filialen und die Karstadt-Sporthäuser - an insgesamt 243 Standorten zählen.

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