Donnerstag, 15. November 2018

Finanzinvestor Permira steigt aus Hugo Boss verliert Ankeraktionär

Versucht es weiter auch mit Frauenmode: Hugo Boss ist jetzt ohne Ankeraktionär.

Permira steigt beim Modekonzern Hugo Boss komplett aus. Der Finanzinvestor biete 8,4 Millionen Aktien entsprechend einem Anteil von rund zwölf Prozent institutionellen Investoren zum Kauf an, teilte der Modekonzern am Montagabend mit. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg liegt der geforderte Preis bei 112,50 bis 113 Euro je Anteilschein. Alle angebotenen Papiere seien auf Nachfrage gestoßen, habe es in Kreisen geheißen. Zum Xetra-Schluss hatten Boss-Aktien am Montag 118,60 Euro gekostet.

Mit dem Schritt steigt der Streubesitz des im MDax gelisteten Modekonzerns auf 91 Prozent. Rund sieben Prozent liegen im Besitz der Familie Marzotto, die ihre Hugo-Boss-Mehrheit 2007 an Permira verkauft hatte. Zwei Prozent hält das Unternehmen selbst. Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs sagte, nun beginne "eine neue Phase der Unternehmensentwicklung". Je nach Aktienkurs-Entwicklung ist Hugo Boss Börsen-Chart zeigen dank des höheren Streubesitzes nun auch ein Kandidat für den Leitindex Dax.

2007 war Permira mehrheitlich bei Hugo Boss eingestiegen und hatte sich erstmals 2011 wieder von Anteilen getrennt. In den folgenden Jahren wurden dann erneut Papiere auf den Markt geworfen. Zuletzt hatte Permira Anfang Februar ebenfalls durch eine Platzierung sowie einen Direktverkauf seinen Boss-Anteil unter die Sperrminorität von 25 Prozent sinken lassen.

Den Kreisen zufolge hat der Finanzinvestor seinen Einsatz bei Hugo Boss insgesamt verdoppelt. In der selben Zeit legte der Gewinn des Modehändlers sogar um mehr als das doppelte zu. Der Umsatz stieg um fast eine Milliarde Euro auf 2,6 Milliarden Euro./

soc, dpa-afx

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