Freitag, 16. November 2018

Herz-Brüder reichen Anteile weiter Eigentümerwechsel bei Tchibo und Beiersdorf

Tchibo: Die Brüder Herz reichen ihre Anteile weiter - und schützen den Familienkonzern zugleich vor einem Zerfall
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Tchibo: Die Brüder Herz reichen ihre Anteile weiter - und schützen den Familienkonzern zugleich vor einem Zerfall

Die Brüder Herz haben ihre Anteile an Tchibo und Beiersdorf größtenteils an ihre Kinder weitergereicht. Ein Poolvertrag und eine neue Struktur sollen den Familienkonzern auf Dauer zusammenhalten.

Beim Hamburger Maxingvest-Konzern, in dem die Unternehmerfamilie Herz ihre Beteiligungen an der Kaffee- und Gebrauchsartikelfirma Tchibo GmbH (100 Prozent) und am Kosmetikhersteller Beiersdorf AG (51 Prozent) gebündelt hat, ist es in aller Stille zu weitreichenden Veränderungen im Eigentümerkreis gekommen. Dies berichtet das manager magazin in seiner Juni-Ausgabe, die ab Freitag (27. Mai) im Handel ist. Demnach haben die Gründersöhne Michael und Wolfgang Herz ihre Maxingvest-Anteile von jeweils rund 40 Prozent zum weitaus größten Teil an ihre insgesamt fünf Kinder weitergereicht.

Die Brüder Herz wollten damit der anstehenden Erbschaftssteuerreform zuvorkommen, die Firmenerben aller Voraussicht nach stärker belasten wird, als dies heute der Fall ist.

Zudem wird sich die gesellschaftsrechtliche Konstruktion der Holding grundlegend ändern. Der Aufsichtsrat hat laut manager magazin beschlossen, die Maxingvest AG in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) umzuwandeln. Als Komplementärin dieser KGaA fungiert die Maxingvest Management SE, eine Aktiengesellschaft europäischen Rechts, die die Brüder bereits 2013 gegründet haben.

Neue Konstruktion soll den Familienkonzern zusammenhalten

Aktionäre der SE wie auch Kommanditaktionäre der KGaA werden dem Bericht zufolge ausschließlich die Familien von Michael und Wolfgang Herz sowie die nach ihren Eltern benannte Max und Ingeburg Herz Stiftung sein, die etwa 20 Prozent hält.

Um den Familienkonzern auf Dauer zusammenzuhalten, haben die Brüder Herz nach Angaben des Magazins eine doppelte Sicherheitsvorkehrung getroffen. Einerseits verhindert ein langjähriger Poolvertrag das Ausbrechen einzelner Gesellschafter. Andererseits sind die Aktien der Maxingvest Management SE vinkuliert, das heißt, der Verkauf von Aktien bedarf der Zustimmung der Hauptversammlung. Auf diese Weise ist ein Eigentümerwechsel fast ausgeschlossen.

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Mehr Wirtschaft aus erster Hand? Der obige Text ist nur ein minimaler Ausschnitt aus der Juni-Ausgabe des manager magazins. Das neue Heft (und die nächste Ausgabe) können Sie hier im Vorteilsangebot bestellen.
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