Mittwoch, 20. März 2019

Umbau im Parfümeriekonzern Douglas-Chefin Müller braucht schon wieder neues Spitzenpersonal

Gern gut gelaunt: Douglas-Chefin Tina Müller.

Douglas-Chefin Tina Müller (50) tauscht mitten im Konzernumbau von Europas größtem Parfümeriekonzern in hoher Frequenz ihre Führungskräfte aus. Kaum hat sie mit Nicole Nitschke eine neue Deutschlandchefin gefunden, verlassen nach Informationen von manager-magazin.de zwei Top-Manager der wichtigsten Landesgesellschaft nach nur wenigen Monaten den Konzern: Ante Franicevic, Finanzchef für die Kernregion DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz), war erst im September 2017 vom Badarmaturen-Hersteller Grohe gekommen, Personalchefin Birgit Miesch kam im April 2017 vom Modehändler C&A.

Zumindest für Personalfrau Miesch hat Douglas nach Informationen von mm.de bereits eine Nachfolgerin gefunden. Als neue Personalchefin für die Region DACH soll Sabine Sonntag vom Spielwarenhändler Toys R Us kommen.

Neben einem neuen CFO für den deutschsprachigen Raum wird auch ein neuer Einkaufschef gesucht. Erst wenn der gefunden ist, darf Amtsinhaber Olaf Schepers gehen.

Die designierte Deutschlandchefin Nitschke, zuvor beim Parfümeriehersteller Shiseido für Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständig, übernimmt ihre neuen Aufgaben bei Douglas im Januar. Ihren Job bekleidet derzeit Konzernchefin Müller interimistisch, da Deutschlandchef Andreas Bork den Konzern zu Jahresbeginn nach nur wenigen Monaten verlassen musste.

Müller versucht dem angestaubten Unternehmen, seit 2015 im Besitz des Finanzinvestors CVC, ein frisches Image zu verleihen und hat dafür unter anderem ein neues Logo und eine neue Markenbotschaft ("Do it for you") entwickelt. Zudem modernisiert die frühere Opel-Vorständin die Filialen und testet mit Douglas pro ein neues Konzept, das vor allem auf pharmanahe Kosmetika setzt.

Europas Marktführer tut sich vor allem im Heimatland schwer. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ist der Umsatz um 4 Prozent auf 899 Millionen Euro geschrumpft, der operative Gewinn (Ebitda) gar um 36,5 Prozent auf rund 31 Millionen Euro abgerauscht, die Marge beträgt noch 6,1 Prozent. Konzernweit waren die Umsätze von 2,17 auf 2,58 Milliarden Euro gestiegen, das Ebitda ist jedoch von 251,8 auf 156,4 Millionen Euro geschrumpft.

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