Donnerstag, 25. August 2016

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Lidl und Kaufland greifen an Dieses Männer-Trio führt Europas härtesten Händler

Schwarz-Gruppe: Dieses Trio führt Europas größten Handelskonzern
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Markus Hintzen für manager magazin

Sie wollen die Schwarz-Gruppe, Europas größten Handelskonzern, in ein neues Zeitalter führen: Schwarz-CEO Klaus Gehrig, Lidl-Chef Sven Seidel und Kaufland-Boss Frank Lehmann wollen mit ihren Märkten 100 Milliarden Euro Umsatz erreichen.

Ihre Wachstumspläne erläutern die drei Unternehmenslenker dem manager magazin in einem ihrer seltenen Interviews. Dazu empfingen sie uns in ihrer Konzernzentrale in Neckarsulm.

Das Konzept des Trios hat mehrere Stufen: Lidl-Chef Seidel soll erstmals Filialen des Discounters jenseits des Atlantiks eröffnen. Für 2018 ist der Markteintritt in den USA vorgesehen. Seidel gilt als strategischer Kopf, der auch die Welt außerhalb der Schwarz-Gruppe versteht: Lange Zeit arbeitete er als Unternehmensberater bei Porsche Consulting. Im Gespräch präsentiert er sich nachdenklich, wägt seine Worte sorgfältig ab. Keine Spur von einer Haudrauf-Mentalität, wie sie Handelsmanagern gerne nachgesagt wird. Er sagt: "Ohne einen respektvollen Umgang mit unseren Mitarbeitern bekämen wir gar nicht das qualifizierte Personal, das wir gerade jetzt, in der Phase des Wandels, benötigen."

Schritt zwei: Die SB-Warenhauskette Kaufland steht vor einem grundlegenden Umbau. Diesen soll Frank Lehmann meistern, und er bringt die nötigen Detailkenntnisse mit: Nennt man dem Kaufland-Chef eine x-beliebige Kaufland-Filiale in Deutschland, nennt er aus dem Kopf die Quadratmeterzahl. Und er kann korrekt aufsagen, ob sich Konkurrenzmärkte von Rewe oder Edeka in der Nähe des jeweiligen Ladens befinden.

Das Mastermind hinter dem Erfolg der Schwarz-Gruppe ist Konzernlenker Klaus Gehrig, seit 1976 im Unternehmen. Nach dem Tod der beiden Aldi-Patriarchen gilt er als der letzte verbliebene Großmeister des deutschen Einzelhandels. Er zeigt sich als Manager, der genau weiß, was er will. Seine Sätze sind kurz, die Botschaften klar: "Für das Modell Discount gibt es keine Grenzen." Gehrig schätzt eine offene, direkte Kommunikation, die für Mitarbeiter auch sehr unangenehm werden kann - bis hin zur Trennung. Wer sich nur auf alten Erfolgen ausruht, hat laut Gehrig nichts in der Schwarz-Gruppe verloren.

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