Donnerstag, 26. Mai 2016

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Mattel und Hasbro sprechen über Fusion "Barbie" will's noch einmal wissen

Da bahnt sich was an ... Der Barbie-Puppen-Hersteller Mattel spricht mit seinem Wettbewerber Hasbro über eine Fusion, berichtet Bloomberg. Nach 20 Jahren ist es der zweite bekannte Versuch der beiden weltgrößten Spielwaren-Hersteller zusammenzugehen

Vor 20 Jahren hatten sie schon einmal über eine Verschmelzung gesprochen, jetzt starten sie offenbar einen zweiten Versuch. Die weltweit zwei größten Spielwarenhersteller Mattel ("Barbie") und Hasbro ("Furby") wollen zusammengehen.

Hasbro ("Monopoly) sei Ende letzten Jahres an den Barbie-Puppen-Hersteller Mattel herangetreten, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg . Seitdem dauerten die Gespräche an. Ihr Ausgang sei offen, berichtet Bloomberg unter Berufung auf einen Insider. Beide Unternehmen lehnten eine Stellungnahme ab.

Hasbro will am 8. Februar seine Geschäftszahlen vorlegen. Von Bloomberg befragte Analysten rechnen für das abgelaufene Geschäftsjahr lediglich mit einem leicht gesteigerten Umsatz auf 4,4 Millarden Dollar. Der US-Konzern hält unter anderem die Spielzeug-Lizenzen an der siebten Episode des Milliarden-Film-Spektakels "Star Wars: Das Erwachen der Macht".

Beide Firmen kamen zuletzt gemeinsam auf eine Marktkapitalisierung von mehr als 20 Milliarden Dollar. Aktien von Mattel stiegen in der Nacht zeitweise um mehr als 8 Prozent auf den höchsten Stand seit 16 Monaten, die Papiere von Hasbro legte um mehr als 3 Prozent.

Beide US-Konzerne leiden unter der fallenden Nachfrage und verschärfter Konkurrenz im Spielzeugmarkt - unter anderem durch den dänischen Lego-Hersteller. Mattel konnte im vierten Quartal zumindest die Absatzflaute des ehemaligen Verkaufsschlagers "Barbie" stoppen. Zudem wurde die Firma an der Börse zuletzt für neue Varianten der berühmten Puppe gefeiert, die nun statt wie bislang ausschließlich mit ultraschlanker Model-Figur auch in den Versionen "kurvig", "groß" und "klein" angeboten werden soll.

Bereits vor 20 Jahren hatte Mattel dem Wettbewerber ein 5,2 Milliarden Dollar schweres Angebot unterbreitet, dies dann aber unter Verweis auf ungünstige Marktbedingungen wieder zurückgezogen.

Lena Meyer-Landrut auf Tuchfühlung mit "Furby" am Stand von Hasbro
AlexSchelbert.de / Spielwarenmesse
Lena Meyer-Landrut auf Tuchfühlung mit "Furby" am Stand von Hasbro

rei mit Bloomberg und Reuters

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