Freitag, 9. Dezember 2016

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Onlinehändler straft FedEx und UPS Amazon will Pakete selbst ausfliegen - mit 20 Boeings

Boeing 767: Offenbar denkt Amazon auch über einen eigenes Luftfrachtgeschäft nach

Mit einem neuen Coup sorgt der Amazon Börsen-Chart zeigen mal wieder in der Logistikbranche für Aufregung. Nach ersten eigenen lokalen Lieferaktivitäten trägt sich der Onlinehändler nun offenbar auch mit Plänen, ins Luftfrachtgeschäft einzusteigen.

Wie die "Seattle Times" unter Berufung auf führende Luftfrachtmanager berichtet, verhandelt Amazon gerade über das Leasing von 20 Boeing 767 für den Aufbau eines eigenen Lieferdienstes. Der Grund: Amazon sei von den Verzögerungen der aktuellen Anbieter wie UPS genervt und wolle sich von ihnen unabhängig machen.

In den vergangenen Jahren hatte im Weihnachtsgeschäft eine Vielzahl von Amazon-Produkten ihre Adressaten erst nach Weihnachten erreicht, weil FedEx und UPS Probleme nicht in den Griff bekamen.

Den Angaben zufolge wäre das Leasing der 20 Jets nicht der erste Schritt ins Luftfrachtgeschäft. Angeblich hat Amazon mit externen Dienstleistern bereits erste Gehversuche in der Luftfracht gemacht - und zwar von einem ehemaligen

DHL-Drehkreuz in in Wilmington im US-Bundesstaat Ohio aus. Womöglich, spekulierten einige Analysten, könne Amazon seine Dienste sogar Dritten anbieten.

Ganz billig ist das Unterfangen allerdings nicht: Alleine das Leasing einer neuen 767 schlägt laut "Seattle Times" monatlich mit mindestens 600.000 Dollar zu Buche. Eine gebrauchte Boeing immerhin noch mit monatlich rund 300.000 Dollar.

Amazon hatte in den vergangenen Monaten gleich eine ganze ReiheInitiativen in der Logistik gestartet.

Was Amazon-Chef Jeff Bezos neben dem Online-Handel sonst noch alles macht


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