Mittwoch, 21. November 2018

Vorwurf des schweren Betrugs Ermittlung gegen Alno-Chef überschattet Neustart

Alno Musterküche: Ermittlungen gegen Alno-Chef

Gegen den aktuellen Alno-Chef Andreas Sandmann und den ehemaligen CEO Christian Brenner wird wegen des Vorwurfs des schweren Betrugs ermittelt. Das berichtet manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe (Erscheinungstermin: 18. Mai). Die Beschuldigungen stammen von der Canon Deutschland Business Services GmbH, einer Tochter des japanischen Kameraherstellers, die Druckdienstleistungen erbringt, es ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart.

Alno hatte den langfristigen Vertrag mit der Firma, für den jährlich 1,2 Millionen Euro an Kosten anfielen, gekündigt und Zahlungen verweigert. Dagegen hatte Canon erfolgreich geklagt und Alno eine Summe von rund 3 Millionen Euro in Rechnung gestellt.

Andreas Sandmann, Geschäftsführer der Neue Alno Gmbh

Insidern zufolge hatte Alno eine Woche vor Insolvenzanmeldung Canon eine Rückzahlung zugesagt und dabei versichert, dass es keine Hinweise auf eine bevorstehende Pleite des seit Jahren kriselnden einst größten deutschen Küchenkonzerns gebe. Das Dokument soll die Unterschrift von Sandmann, damals Vertriebschef, und Brenner tragen. Canon und Alno wollten sich auf Anfrage dazu nicht äußern. Parallel gehen die Stuttgarter Staatsanwälte dem Verdacht auf Insolvenzverschleppung gegen 12 frühere Alno-Manager nach.

Die von Sandmann geführte "Neue Alno GmbH" hat nach der überraschenden Übernahme durch die von Beraterlegende Roland Berger gegründete Fondsgesellschaft RiverRock Anfang des Jahres den Betrieb wieder aufgenommen. Obwohl der Name beschädigt ist und viele Händler ihre Verkaufsflächen mit Wettbewerbern ersetzt haben, will Alno 2019 nach eigenen Angaben wieder Geld verdienen.

Mehr Wirtschaft aus erster Hand? Der obige Text ist nur ein minimaler Ausschnitt aus der Juni-Ausgabe des manager magazins. Das neue Heft (und die nächste Ausgabe) können Sie hier im Vorteilsangebot bestellen.
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