Samstag, 16. Dezember 2017

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Kein Investor für Küchenhersteller Endgültiges Aus für Alno

Aus und endgültig vorbei: Der Insolvenzverwalter stellt die Investorensuche für den Küchenhersteller Alno ein

Ende Oktober war die Hoffnung noch groß: Es würden Gespräche mit einem ernsthaft interessierten Investor geführt, hatte Insolvenzverwalter Martin Hörmann erklärt. "Wir kommen in eine finale Phase." Die ist jetzt erreicht. Der insolvente Küchenbauer Alno stellt den Betrieb endgültig ein.

Auch der letzte potenzielle Investor habe am Ende kein Kaufangebot abgegeben, teilte das Unternehmen am Freitag in Pfullendorf mit. Damit sei der Verkaufsprozess ohne Ergebnis beendet. Das verbleibende Vermögen werde, so weit möglich, in den kommenden Monaten verkauft.

Der Küchenbauer hatte im Juli einen Insolvenzantrag gestellt. Um Alno stand es schon länger schlecht. Seit dem Börsengang 1995 schrieb der Küchenkonzern bis auf ein Jahr stets Verluste. Auch der Einstieg der bosnischen Investorenfamilie Hastor 2016 brachte keine Wende.

Zuletzt konnte Alno einen großen Teil der zuletzt noch 600 Beschäftigten nicht mehr bezahlen. 400 von ihnen wurden daher freigestellt, aber noch nicht gekündigt. 230 Arbeitsplätze der Billigküchen-Tochter Pino aus Coswig (Sachsen-Anhalt) konnten hingegen Anfang Oktober durch einen Verkauf an eine Investorengruppe um den Marktführer Nobilia gerettet werden.

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rei/dpa

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