07.09.2018

Konflikt unter Eignern des Discount-Riesen

Chefwechsel bei Aldi Nord - Marc Heußinger wirft hin

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Aldi Nord vor Chefwechsel: Die Zukunft des Discounters bleibt unscharf

Erst vor knapp einem Jahr wurde der Vertrag von Aldi-Nord-Chef Marc Heußinger (52) um fünf Jahre verlängert, er sollte bis Ende 2021 laufen. Jetzt die überraschende Wende: Der studierte Betriebswirt gibt seinen Chefposten in der Essener Zentrale auf. Aldi Nord bestätigte am Freitag entsprechende Informationen von manager-magazin. Heußinger habe "darum gebeten, ihn von seiner Funktion und seinen Aufgaben zu entbinden", sagte ein Sprecher des Discounters.

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Auf Platz 33 der Rangliste der größten deutschen Familienunternehmen 2017 steht der Schlachtbetrieb Tönnies. Das Unternehmen wurde 1971 von den Metzgersöhnen Bernd und Clemens (Foto) Tönnies gegründet. Bernd verstarb 1994, Clemens Tönnies führt den globalen Konzern heute mit dessen Sohn Robert. Tönnies gehört zu den größten Schlachtbetrieben für Schweine und Rinder in Deutschland. Tönnies beschäftigt 16.500 Personen und konnte seinen Umsatz auf 6,9 Milliarden Euro ausbauen (+9 Prozent).

Knauf

Platz 32: Das Familienunternehmen Knauf ist Hersteller von Baumaterialien. Unter der Leitung von Alexander Knauf arbeiten fast 28.000 Beschäftigte, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von 6,9 Mrd. Euro erwirtschafteten.

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Platz 31 geht an Beiersdorf. Die Hamburger Aktiengesellschaft ist bekannt für Marken wie Nivea, Tesa oder Labello und gehört mehrheitlich einem Teil der Familie Herz. Beiersdorf beschäftigt knapp 19.000 Mitarbeiter und setzte 7 Milliarden Euro um (+5 Prozent).

Platz 30: Der Mobilitätsdienstleister DKV Mobility Services ist setzte 7,2 Milliarden Euro um (+14 Prozent). Dabei zählt das Unternehmen, das für Tankkarten bekannt ist, nur 930 Beschäftigte.

Helm

Platz 29 belegt die Helm AG. Die Chemiefirma erwirtschaftete 7,5 Milliarden Euro Umsatz und gehört der Hamburger Familie Schnabel.

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Platz 28: Globus. Zur Holding gehören Warenhäuser und Baumärkte. Sie umfasst 44.700 Beschäftigte und hatte 2017 einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro. Thomas Bruch leitet das Einzelhandelsunternehmen als geschäftsführender Gesellschafter. Er führt damit eine Familientradition fort, die 1828 durch Franz Bruch im saarländischen St. Wendel mit einem Kolonialwarenladen begründet wurde.

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Mit einem Umsatz von 7,8 Milliarden Euro belegt Benteler den Platz 27. Die Holding für Automobiltechnik, Stahlproduktion und Maschinenbau hat rund 28.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen befindet sich in Familienbesitz, seit es 1876 von Carl Benteler als Eisenwarenhandel in Bielefeld gegründet wurde. Hubertus Benteler legte im April 2017 sein Amt als Vorstandschef nieder und gehört nun dem Aufsichtsrat an.

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Die Drogeriemarktkette Rossmann, belegt mit einem Jahresumsatz von 9 Mrd. Euro und 54.500 Beschäftigten den 26. Platz. Gründer Dirk Roßmann (l.) und Sohn Raoul leiten die zweitgrößte Drogeriekette Deutschlands als Teil der Geschäftsführung.

Tengelmann

Platz 25: Das Handelskonglomerat Tengelmann ist Arbeitgeber von 80.000 Beschäftigten und hat einen Jahresumsatz von 9 Milliarden Euro. Christian W. E. Haub, Sohn des im März verstorbenen Unternehmenserbes Erivan Haub, leitet die Firma. Sein Bruder und Amtsvorgänger Karl-Erivan Haub wurde im April in einem Skigebiet am Matterhorn vermisst gemeldet.

Droege

Platz 24: Das Beratungs- und Investmentunternehmen Droege. Das Unternehmen ist zu 100 Prozent im Familienbesitz, in über 30 Ländern operativ tätig und beschäftigt knapp 50.000 Mitarbeiter. Im Bild: Ernest-W. Droege, Vorstand und CEO und Sohn von Firmengründer Walter Droege.

Freudenberg

Platz 23: Die Unternehmensgruppe Freudenberg umfasst Zulieferer verschiedener Branchen wie Automobil-, Textil- und Bauindustrie. 2017 beschäftigte die Freudenberg-Gruppe rund 48.000 Mitarbeiter in rund 60 Ländern und erwirtschaftete einen Umsatz von 9,3 Milliarden Euro. Freudenberg konnte ein stolzes Umsatzplus von 18 Prozent verzeichnen.

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Platz 22: Der Karlsruher Drogeriemarkt dm beschäftigt 59.000 Mitarbeiter und setzte 10 Milliarden Euro um. Gründer Götz Werner ist heute noch Mitglied im Aufsichtsrat des Familienunternehmens.

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Der Lebensmittelkonzern Dr. August Oetker KG verzeichnete nach dem Verkauf der Reederei Hamburg Süd zum November 2017 mit 17,6 Milliarden Euro einen leicht gesunkenen Umsatz. Dr. Oetker belegt damit Platz 21 des Rankings. Richard Oetker (Foto) gab im Oktober 2017 sein Amt als Manager des Familienunternehmens ab. Beschäftigte: 32.000.

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Platz 20: Die Otto Group machte 2017 rund 12,5 Milliarden Euro Umsatz - eine leichte Steigerung zum Vorjahr. Knapp 50.000 Beschäftigte zählt das Handelsunternehmen. Im Bild: In der Mitte Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender und Sohn des 2011 verstorbenen Unternehmensgründers Werner Otto, mit seiner Ehefrau Christl. Ganz links sein Halbbruder Alexander Otto, Chef der ECE Projektmanagement GmbH, die sich im Besitz der Familien-Holding befindet. 3.v.l. ist Michaels Sohn Benjamin Otto, Mitglied des Otto-Aufsichtsrats, mit Janina Tomaschewska. Rechts Janina Otto, Tochter von Michael Otto, mit Ehemann Ismail Ösen.

WOLFGANG UHLIG/ Würth Gruppe

Platz 19 belegt der Schrauben- und Montagetechniker Würth. 12,7 Mrd. Euro Umsatz und 74.000 Mitarbeiter zählt das Unternehmen. Bettina Würth, Enkelin des Gründers Adolf Würth, sitzt dem Stiftungsbeirat der Würth-Gruppe vor.

Mahle

Auf Platz 18 kommt der Automobilzulieferer Mahle. Das Stuttgarter Unternehmen hat einen Umsatz von 12,8 Milliarden Euro und weltweit rund 78.000 Mitarbeiter.

Marquard & Bahls

Platz 17 belegt Marquard & Bahls. Der globale Handelskonzern aus Hamburg hob seinen Umsatz um satte 17 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro. 7700 Mitarbeiter zählt das 1947 von Theodor Weisser gegründete Unternehmen.

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Platz 16: Der Automobilzulieferer Schaeffler konnte seinen Umsatz auf 14 Milliarden Euro steigern. Hinter dem 90.000 Mitarbeiter starken Konzern steht die Familie Schaeffler. Die Aktiengesellschaft befindet sich im Alleinbeitz von Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann und ihrem Sohn Georg Friedrich Wilhelm Schaeffler.

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Der in Darmstadt ansässige Pharmakonzern Merck konnte im Vergleich zu den Vorjahren im Ranking nach vorne rücken. Ein stabiler Umsatz von 15 Milliarden Euro bei rund 53.000 Mitarbeitern sichert Merck den 15. Platz. Merck-Erbe Frank Stangenberg-Haverkamp (Foto) ist Mitgesellschafter des Pharmakonzerns Merck. Die Tradition des Familienunternehmens geht bis ins 17. Jahrhundert zurück.

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Platz 14: Bertelsmann. Hinter dem Medienkonzern steht die Familie Mohn. Liz Mohn repräsentiert die fünfte Generation der Eigentümerfamilien Bertelsmann/Mohn. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes und des Kuratoriums der Bertelsmann Stiftung. Heute macht Bertelsmann einen Umsatz von 17 Milliarden Euro und hat fast 120.000 Mitarbeiter.

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Platz 13: Der größte deutsche Baustoffhersteller HeidelbergCement hat 2017 mit einem klaren Plus von 14 Prozent 17,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Ein Viertel der Anteile gehören dem Unternehmer Ludwig Merckle. Das Unternehmen hat seine Mitarbeiterzahl dabei um 2 Prozent auf 59.000 reduziert.

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Platz 12: Boehringer Ingelheim verzeichnet ein Umsatzplus von 14 Prozent auf 18 Milliarden Euro. Knapp 50.000 Mitarbeiter beschäftigt der Pharmakonzern. Der Vorsitzende der Unternehmensleitung Hubertus von Baumbach ist Urenkel des Firmengründers Albert Boehringer.

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Platz 11: Der Waschmittel- und Klebstoffhersteller Henkel konnte seinen Umsatz im vergangenen Jahr auf 20 Milliarden Euro steigern. Unternehmenschefin Simone Bagel-Trah ist eine Ur-Ur-Enkelin des Gründers Fritz Henkel.

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Den Platz 10 belegt die Heraeus Holding. Das Edelmetall- und Technologieunternehmen konnte nach Jahren rückläufiger Umsätze ein leichtes Plus verzeichnen: 21,8 Mrd. Euro Umsatz und 13.000 Beschäftigte zählt der hessische Konzern. Jürgen Heraeus ist Aufsichtsratsvorsitzender von Heraeus und seit April 2008 auch ehrenamtlicher Vorsitzender von UNICEF Deutschland.

AFP

Ceconomy nimmt mit 22,1 Milliarden Euro Umsatz neuerdings Rang 9 ein. Nach der Auspaltung der Metro Group bündelt das neue Unternehmen das Elektronikgeschäft der Metro mit den Ketten Media Markt und Saturn sowie dem Onlinehändler Redcoon. Ein Viertel der Anteile hält die Familienholding Franz Haniel.

Phoenix

Platz 8: Die Mannheimer Phoenix Pharmahandel GmbH gehört zur Merckle Unternehmensgruppe. Der Konzern erwirtschaftete 24,4 Milliarden Euro Umsatz.

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Platz 7 geht an das Medizintechnikunternehmen Fresenius SE. Mit +15 Prozent Umsatz gehört Fresenius zu den Wachstumschampions. Die 273.000 Beschäftigten erwirtschafteten 33,8 Mrd. Euro Umsatz. Unternehmerin Else Kröner hinterließ mit der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung eine der größten deutschen Industriestiftungen.

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Platz 6: Der Handelsriese Metro, 2016 noch auf Rang 5, fiel nach der Abspaltung der Ceconomy nun auf Platz 6 mit 37,1 Milliarden Euro Umsatz (+2 im Restgeschäft) zurück. Die Anteile liegen bei der Gründerfamilie Schmidt-Ruthenbeck und den Gesellschaftern Beisheim und Haniel.

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Neue Nummer 5 im Ranking der größten deutschen Familienunternehmen ist Continental mit 44 Milliarden Euro Umsatz (+9 Prozent). Der Reifenhersteller gehört zu 46 Prozent der Schaeffler-Holding.

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Platz 4: Auf Platz vier rangiert der Discounter Aldi Nord/Süd mit geschätzten 72 Milliarden Euro Umsatz. Die Beschäftigtenzahl ist um 12 Prozent auf knapp 200.000 angewachsen. Die Unternehmerfamilie Albrecht stand im vergangenen Jahr auf Platz 5 der reichsten Familien Deutschlands.

AP

Platz 3 belegt Europas größter Handelskonzern, die Schwarz-Gruppe. Das Mutterunternehmen der Supermarktketten Lidl und Kaufland machte 2017 90,2 Milliarden Euro Umsazt (+5 Prozent) und beschäftigt 390.000 Personen.

DPA

Auf Platz 2 steht BMW. Mit einem Plus von 5 Prozent erwirtschaftete der Münchener Automobil- und Motorradhersteller im vergangenen Jahr einen Umsatz von 98,7 Milliarden Euro. Größte Anteilseigner sind Susanne Klatten und Stefan Quandt - im Bild neben ihrer 2015 verstorbenen Mutter Johanna Quandt.

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Platz 1: Das größte deutsche Familienunternehmen ist 2017 unverändert Volkswagen. Die Volkswagen AG ist mit 640.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber Deutschlands und führt das Ranking mit einem Umsatz von 230,7 Milliarden Euro (+6 Prozent) an. Die Familien Piëch und Porsche sind über die Porsche Automobil Holding die größten Volkswagen-Aktionäre. Im Bild: Wolfgang Porsche.
Das vollständige Ranking der 100 größten deutschen Familienunternehmen 2017 finden Sie hier zum Download.

Insider gehen davon aus, dass Torsten Hufnagel (45), bislang Heußingers Stellvertreter im Verwaltungsrat, zum neuen Gesamtverantwortlichen der Discountkette ernannt wird. Die Personalie ist allerdings noch nicht beschlossen, denn solche Entscheidungen müssen von allen Gesellschaftern mitgetragen werden, was offenkundig noch nicht der Fall ist. Hufnagel übernimmt bis auf weiteres die Gesamtverantwortung im Verwaltungsrat, teilte Aldi mit.

Heußinger trat 1998, gleich nach seiner Promotion, bei Aldi Nord an. Bereits dreizehn Jahre später - eine für Aldi ungewöhnlich zügige Karriere - wurde er zum Unternehmens-Chef ernannt. Aldi Nord beschäftigt rund 60.000 Mitarbeiter.

Der Lebensmittelkonzern gehört dem Gründerenkel Theo Albrecht (67) und dessen Mutter Cilly (91), sowie den Nachkommen von Theos 2012 verstorbenem Bruder Berthold Albrecht. Die milliardenschweren Anteile der Familie liegen in drei Stiftungen. Um eine davon - Jakobus - gab es jahrelang heftigen Streit, weil Bertholds Verwandtschaft den Stiftungsrat ausschließlich mit Kindern von Berthold und einem Vertrauten besetzen wollte, obwohl Berthold eine Majorisierung der Stiftung durch seine Familie ausgeschlossen hatte.

Die gerichtlichen Auseinandersetzungen um Jakobus sind seit vergangenem Jahr in Bertholds Sinn beendet. Im Stiftungsrat werden nun zwei Berthold-Töchter zwei Konzernvertretern gegenüber sitzen.

Der Zwist belastete Heußinger. Dessen Vertragsverlängerung lag lange Zeit unerledigt bei den Berthold-Erben, bis sie schließlich doch zustimmten.

Auch für das von Theo Albrecht initiierte "Aniko"-Programm, mit 5,2 Milliarden Euro das größte Investitionsprogramm in der Aldi-Nord-Geschichte, fehlte zunächst das Plazet der Jakobus-Stiftung. Schließlich willigten die Kinder von Berthold ein.

DPA

Platz 10
Familie Würth
Würth-Gruppe, Künzelsau
Befestigungstechnik, Werkzeughandel
9,2 Mrd. Euro (+ 0,2 Mrd.)

Knorr-Bremse

Platz 9
Familie Heinz Hermann Thiele
Knorr-Bremse, München; Vossloh, Werdohl
Autozulieferer, Bahntechnik
9,6 Mrd. Euro (+0,1 Mrd.)

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Platz 8
Klaus-Michael Kühne
Kühne + Nagel, Schweiz; Hapag-Lloyd, Hamburg
Logistik, Schifffahrt
11 Mrd. Euro (+ 1,6 Mrd.)

Otto

Platz 7
Familie Otto
Otto Versand, ECE, Hamburg; Paramount, USA; Park Property, Kanada
Versandhandel, Logistik, Immobilien
13 Mrd. Euro (+ 1 Mrd.)

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Platz 6
Familien Theo Albrecht Jr. und Babette Albrecht
Aldi Nord, Essen
Einzelhandel, Immobilien
18 Mrd. Euro (+ 0,8 Mrd.)

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Platz 5
Familien Albrecht und Heister
Aldi Süd, Mülheim/Ruhr
Einzelhandel, Immobilien
21,5 Mrd. Euro (+ 1,5 Mrd.)

picture alliance / Sven Simon

Platz 3
Georg und Maria-Elisabeth Schaeffler
INA-Holding Schaeffler, Herzogenaurach; Continental, Hannover
Maschinenbau, Autozulieferer
22 Mrd. Euro (+ 0,5 Mrd.)

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Platz 3
Dieter Schwarz
Lidl, Kaufland, Neckarsulm
Einzelhandel, Immobilien
22 Mrd. Euro (+ 3 Mrd.)

DPA

Platz 2
Stefan Quandt und Susanne Klatten
BMW, München; Altana, Wesel; Delton, Bad Homburg; SGL Carbon, Wiesbaden
Auto, Beteiligungen
31,5 Mrd. Euro (+ 1,5 Mrd.)

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Platz 1
Familie Reimann
Unternehmen: JAB Holding, Luxemburg; Reckitt Benckiser, Großbritannien; Coty, Keurig Green Mountain, USA; Jacobs Douwe Egberts, Niederlande
Branchen: Reinigungsmittel, Kosmetik, Kaffee
Vermögen (Veränderung zum Vorjahr): 33 Mrd. Euro (+ 4 Mrd. Euro) im Bild: Der Chairman der JAB Holding und damit der wichtigste Vermögensverwalter der öffentlichkeitsscheuen Reimanns, Peter Harf.

Im Rahmen von "Aniko" sollen die 2300 Filialen im Inland und die rund 2400 Märkte im europäischen Ausland von Grund auf erneuert werden, einschließlich eines attraktiveren Warenangebots. Weggefährten von Heußinger berichten, dass ihn der Familienhader und das ständige Anzweifeln seiner Entscheidungen durch die Jakobus-Stiftung nahezu lähmten. Ihm habe dadurch die Möglichkeit gefehlt, seine Entscheidungen zielgerichtet durchzusetzen.

2016 legte Aldi Nord in Deutschland um 3,6 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro (brutto) zu, 2017 betrug das Plus 4 Prozent. Zuletzt aber schrumpften die Zuwachsraten.

Architekt von Aniko ist Torsten Hufnagel. Er hatte sich bei dem Handelsunternehmen nach oben gearbeitet und zog 2015 in den Verwaltungsrat ein. Im vergangenen Herbst übernahm er die neugeschaffene Position des stellvertretenden Gesamtverantwortlichen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er nun selbst Chef wird. Er wird jedoch den Widerstand der Jakobus-Stiftung auflösen müssen, die Heußinger im Wege stand, um den Modernisierungsprozess schneller und wirksamer voranzutreiben.

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