Freitag, 1. Juli 2016

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Headhunter bereits beauftragt Adidas-Chef stemmt sich mit Wachstumsplan gegen vorzeitigen Abgang

Vertrag bis 2017: Eine Personalberatung ist mit der Nachfolgesuche für Adidas-Chef Herbert Hainer bereits beauftragt

Adidas-Chef Hainer begegnet seinen Kritikern mit einer neuen Wachstumsstrategie. So soll der Umsatz bis 2020 um mehr als fünf Milliarden Euro wachsen. Gleichwohl sind Headhunter bereits mit der Nachfolgesuche beauftragt.

Hamburg - Bis zum Jahr 2020 will der Sportartikelkonzern seinen Umsatz von derzeit 14,8 Milliarden auf 20 Milliarden Euro steigern. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf das Umfeld des Unternehmens (Erscheinungstermin: 20. Februar). Der Entwurf der neuen Strategie 2020 sehe außerdem eine operative Umsatzrendite von mindestens 10 Prozent vor, schreibt das in Hamburg erscheinende Magazin weiter.

Wesentlicher Baustein des neuen Fünfjahresplans, der im März vorgestellt werden soll, ist eine sogenannte Metropolenstrategie: Eine starke Präsenz in New York, Los Angeles, Shanghai, Tokio, London und Paris soll Adidas wieder mehr Strahlkraft verleihen. Jede der Megacitys, so der Plan, wird mit einer eigenen Führungskraft ausgestattet. Die Strategie 2020 wird derzeit in Vorstand und Aufsichtsrat diskutiert, eine endgültige Fassung soll bis Anfang März vorliegen.

Sobald die neue Strategie steht, will Adidas die Suche nach einem Nachfolger für Vorstandschef Herbert Hainer forcieren. Hainers Vertrag läuft im März 2017 aus. Das Mandat für die Chefsuche hat die international tätige Personalberatung Egon Zehnder. Die Headhunter haben Adidas bereits im vergangenen Jahr dabei unterstützt, das Management zu verjüngen. Das Unternehmen hat zuletzt bereits 12 von 26 Toppositionen neu besetzt.

Investoren hatten sich zuletzt kritisch über die aktuelle Führung geäußert. Der Aktionärsschützer Hans-Martin Buhlmann von der Vereinigung Institutionelle Privatanleger sagte dem manager magazin: "Ich sehe eklatante Schwächen in der Corporate Governance bei Adidas, die sich auf das operative Ergebnis auswirken." Bereits Anfang Februar hatte Ingo Speich, Portfoliomanager des Adidas-Aktionärs Union Investment, gegenüber dem "Wall Street Journal" verlangt: "Wir wollen, dass Hainer das Unternehmen verlässt."

Mehr Wirtschaft aus erster Hand? Der obige Text ist nur ein minimaler Ausschnitt aus der März-Ausgabe des manager magazins. Das neue Heft (und die nächste Ausgabe) können Sie hier im Vorteilsangebot bestellen.
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