Dienstag, 16. Oktober 2018

Fanatics-Chef Michael Rubin Dieser Mann lehrt Adidas und Nike das Fürchten

Fanatics: Der neue Angstgegner von Adidas und Nike
AFP

Der Konkurrent, der Adidas-Chef Kasper Rorsted und seinen Kollegen zunehmend Sorgen macht, ist in Deutschland noch ein Phantom. Am Hauptsitz von Fanatics - in einer beliebten Flaniermeile der Hamburger Innenstadt, zwischen der Einkaufspassage "Hamburger Hof" und einer Hallhuber-Filiale, hat jedenfalls noch niemand etwas von dem neuen Mieter gehört.

Kein Schild an der Tür oder am etwas schmuddeligen Klingelschild deutet auf das Unternehmen hin. Und selbst der Postbote wie auch der Änderungsschneider im Haus haben den Namen Fanatics noch nie gehört.

Das dürfte sich bald ändern. Das vom Tech-Unternehmer Michael Rubin groß gemachte Fanatics hat in den USA das Sport-Mechandizing revolutioniert und verkauft dort jährlich Sport-Fanartikel für Milliarden Dollar. Jetzt schickt es sich an, dasselbe auch im Rest der Welt zu tun. Und drängt Adidas Börsen-Chart zeigen und Nike Börsen-Chart zeigen immer mehr in die Enge.

Mastermind des Unternehmens, das von seinem Sitz in Florida aus das Geschäft mit Sport-Memorabilia beherrscht, ist der amerikanische Tech-Unternehmer Michael Rubin. Der Mittvierziger, der im Alter von acht Jahren seine ersten Geschäfte machte, mit zwölf seinen ersten Skiservice gründete, den er bis zum Ende der Schulzeit zur Sportgeschäft-Kette ausbaute, hat es dank eines enormen Gespürs für Gelegenheiten mittlerweile zur weltweiten Nummer eins im Sportmechandising gebracht.

1998 ging der rastlose Unternehmer mit seinem ersten Online-Shop an den Start, den er 2011 für 2,4 Milliarden Dollar an eBay verkaufte. Aus den Resten, die Ebay nicht haben wollte, zog er Fanatics hoch. Heute ist sein technologiegetriebenes Merchandising-Imperium mehr als 4,5 Milliarden Dollar wert und erwirtschaftete zuletzt rund zwei Milliarden Dollar jährlich Und Rubin ist Milliardär.

In Europa fast unbemerkt, ist Fanatics in den USA bereits ein echter Haushaltsname geworden,vertreibt Mechandising-Produkte der vier wichtigsten Sport-Ligen NHL, NBA, MLB, NFL, von mehr als 500 Colleges, der Nascar, der Ultimate Fighting Championship (UFC), der wichtigsten US-Fußballclubs, der Professional Golf Association und der US-Olympiamannschaft. Neben dem eigenen Fanatics-Shop im Internet, betreibt das Unternehmen mehr als 300 On- und Offline- Läden - auch für Vereine.

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