Mittwoch, 22. April 2015

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Luxusinvestment Katar liebäugelt mit Versace

Versace-Geschäft in Macao: Luxusmarke braucht Geld für Expansion in Schwellenländer

Scheichs lieben Luxus. Das gilt offenbar auch für Unternehmen: Katar hat einem Pressebericht zufolge Interesse an dem italienischen Topmodehaus Versace. Allerdings buhlen offenbar noch weitere Kandidaten um den Einstieg bei der Luxusmodemarke.

Mailand - Katar hat einem Pressebericht zufolge Interesse an einem Einstieg beim italienischen Modehaus Versace. Der Staatsfonds des Golf-Emirats schaue sich das in Familienbesitz befindliche Unternehmen genau an, berichtete die Zeitung "Il Sole 24 Ore" am Samstag unter Berufung auf Finanzkreise. Er werde flankiert vom staatlich kontrollierten italienischen Investmentfonds FSI, hieß es zudem unter Berufung auf Marktgerüchte.

Dem Blatt zufolge befindet sich die Angelegenheit noch in einem frühen Stadium. Es gebe ferner etwa zehn weitere Interessebekundungen für eine Beteiligung an Versace. Die Eigner hätten noch nicht entschieden, ob sie ein Minderheitspaket abgeben wollen. FSI wollte sich dazu nicht äußern. Von Versace war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Versace-Chef Gian Giacomo Ferraris hatte sich im April offen für einen Einstieg externer Investoren gezeigt. Das Geld aus einem Anteilsverkauf würde der Konzern in seine Expansion in Wachstumsmärkte investieren. Im November hatte FSI mit Katar ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Dessen Ziel sind gemeinsame Investitionen in italienische Firmen aus den Branchen Nahrungsmittel, Mode und Luxusgüter.

kst/rtr

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